Lachen ist gesund -

auch für Christen. Wem ist es wohl in den Sinn gekommen, Christen sollten mit einem Gesicht herumlaufen, für das man eigentlich einen Waffenschein benötigt? Damit hätte man mich nie und nimmer dazu gebracht, mich einer Gemeinde anzuschließen. Mir genügt das Regenwetter. Das sollte sich im Gesicht eines Christen nicht widerspiegeln...

Oder sollen die nicht lachen? Ich denke schon, dass wir das dürfen. Vor allem aber darf ich über mich selbst schmunzeln... Wusstest du, dass du nur einige wenige Muskeln betätigst um zu lächeln, während du mehr als hundert anstrengen musst um grießgrämig durchs Leben zu stolpern? Gott macht es uns einfach, freundlich zu sein. Alles andere ist viel zu anstrengend!

Fische. Sie haben mal eine symbolische Bedeutung und stehen oft für Christen, bekennende Christen ohne Berührungsängste. Meistens kleben sie auf Autos... Der Fisch ist aber auch ein gesundes Essen. Und dann dient er vor allem auch den Aufschneidern.
Ich mochte den alten Pålsson sehr. Er war sein Leben lang Fischer und Fallensteller. Auch die wildwachsenden Beeren sammelte er. Doch wie gern hörte ich ihm zu, wenn er von seinen Erlebnissen berichtete. "Schweizer, letzte Woche fing ich einen wunderbaren Lachs, ein Prachtstück, groß und fett, einfach einmalig! Ich kämpfte mit ihm an der Angel. Musste ihn total müde machen... Soo groooß war er!" Er streckte seine Arme aus. "Eva, schneid ein Stück vom Lachs ab und gib es dem Pastor... " Zu Hause sehe ich wie klein der Fisch war.
Wochen später predige ich über das Wort: lügt nicht unter einander... Nach dem Gottesdienst schaut mich Pålsson nachdenklich an. "Weißte, Schweizer, meine Fische wachsen immer sehr schnell, vor allem wenn sie nicht mehr im Wasser sind!" Mehr als ein ja brachte ich nicht über die Lippen.

Manchmal erhalte ich von Freunden aus Israel einen Angriff auf meine Lachmuskeln. Daran will ich euch auch teilhaben lassen.

"Mensch Moishe, was ist denn mit dir passiert? Du siehst ja total mitgenommen aus!" "Wenn du das erlebt hättest, Eli..." Moishe ringt sichtlich nach Worten. "Schieß los, das wird dir helfen." "Gestern... ich kam von der Arbeit... meine Frau steht in der Küche... erbl..." "Erblindet?" "Neeeeeeeinn! Viel schlimmer! - Sie ist erbl... erblondet!"

Jophi steckt in Schwierigkeiten und klagt bei seinem Rabbi. "Reb, das halte ich nicht mehr aus. Wir wohnen zu sechst in einem Raum: kochen, wohnen, arbeiten, schlafen, alles in einem Zimmer. Das ist nicht auszuhalten!" "Dann hol den Ziegenbock aus dem Stall und nimm ihn in deine Stube rein! Keine Widerrede, mach das!" Eine Woche später: "Reb, ich dreh noch durch! Jetzt haben wir dazu noch den Gestank..." "Stell den Bock wieder in den Stall und komm nach einer Woche wieder." Beim nächsten Besuch: "Wunderbar, einfach herrlich! nur noch wir sechs und kein Bock mehr!"

Der alte Rebbe hatte für alles und jeden einen Segen. Nachdem die Juden aus dem Dorf Bescheid bekamen, der Zar habe der Vertreibung zugestimmt, meinte einer der Männer: "Nun, Rebb, hast du wohl auch noch nen Segen für den Zaren?" Der alte Mann dachte nach und schmunzelte dann: "Ja, Tevje, hab ich: Der Herr erhalte uns den Zaren, doch er halte ihn möglichst ferne von uns!!"
aus "The Fidler on the Roof"

Kennst du den Unterschied zwischen vielen Schweizern und den Israelis? Viele Schweizer erzählen oft Witze über andere. Begreiflich, dass auch mal einer zurückschlägt. Der Israeli hat gelernt über sich selbst zu lachen. Damit hat er überlebt.
Auch zu mir musste Gott mal sagen. "Nimm dich doch nicht so wichtig! Oder genügt es dir nicht mehr, dass ich dich ernst nehme?"

Ben Gurion trifft in der Früh einen Nachbarn im Treppenhaus. Dieser grüßt: "Guten Morgen!" "Guten Morgen, wie lange leben sie schon in Israel?" "Seit dreißig Jahr". "Und sie sprechen noch immer nicht hebräisch? Warum ist das so? Schämen sie sich!" "Das ist, weil schämen immer noch ist einfacher als Ivrit lernen!"

Wieder einmal hatte ich mich herzhaft geärgert und wäre ich nicht im Vorraum unserer Kapelle gewesen, wären wohl einige weniger feine Worte gefallen. Dann griff ich zu meiner Bibel. Eigentlich  um einfach die Zeit zu nutzen. Der erste Vers, der mich förmlich ansprang lautete: "Das habe ich euch gesagt, damit ihr euch nicht ärgert!" Volltreffer! 

Dass die Bibel ein sehr nützliches Buch ist erlebte ich besonders in meiner ersten Zeit in Schweden. Ich kann euch flüstern, sie ist alltagstauglich auch wenn es eine recht alte Ausgabe war. Da mein Sprachlehrbuch nichts taugte, nahm ich eben meine beiden Bibeln zu Hand. Eine Deutsch, die andere Schwedisch. Und so wälzten wir Küchenrezepte oder Reisepläne in feinstem Bibelschwedisch. Hier konnte ich vergleichen und die richtigen Worte suchen. Und ich wurde auch meistens verstanden...

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht hat sicher irgendwo etwas zum Schmunzeln. Da muss ich selten weit suchen. Am besten lacht man ohnehin über sich selbst... damit wird auch kein anderer verletzt.

Ich traue meinen Augen nicht. Da hat wohl ein Terrorist einen Anschlag auf mein Handy verübt: Als ich ne Verbindung wählen wollte stand auf dem Display AKKU LADEN... und dann war nichts mehr zu machen: schwarze Scheibe. Akku, ist das ein Bruder von Bin?... Da sind ja nicht mal mehr die Handys vor diesen Terroristen sicher!

Als an jenem Sonntag die Opferbüchse die Runde durch die Gemeinde machte, sorgte sie überall für Heiterkeit. Unser Pastor suchte nach dem Grund für die fröhliche Opferrunde. Irgend ein Scherzkeks hatte an der Dose den Bibelvers aufgeklebt:

Halte fest was du hast, damit niemand Deine Krone raube!

schon gut, aber wenn ausgerechnet die Währung Krone heißt...

Und nun möchte ich eine kleine Begebenheit aus einem andern Leben schildern, die uns unsere Menschlichkeit einfach auf schöne Art vor Augen hält.

Dr. Richard Strauß, Klarinettist, Komponist und Dirigent, hatte wieder einmal sein Orchester dirigiert. Es war ein rundum gelungener Abend. Als Zugabe spielten einige Orchesterglieder das Forellenquintet. Wie üblich erlaubte sich das Orchester einen kleinen Scherz. Statt der obligaten Blumen brachte man Strauß eine riesige gebratene Forelle auf die Bühne. Man wusste ja, dass er gutes Essen nie verachtete. Strauß trat ans Mikrofon um sich zu bedanken. "Meine Damen und Herren. Hätte ich das gewusst, hätten wir das Ochsenquartet gespielt!!" 

Und noch ein Häppchen aus meiner Orchesterzeit:

Im kleinen Gemeindeorchester kam es wirklich auf jeden Spieler an. Und nun klaffte in der zweiten Geige eine Lücke: die Schwester des Dirigenten war ausgefallen und normaler Weise führte sie die zweite Geige an... "Willy, heute spielst Du nicht am ersten Pult. Ich brauche Dich in der zweiten Geige..." "Nee, Walter, geht nicht. Zweite Geige spielen ist viel zu schwierig!!"

Gibts denn was schwierigeres als die zweite Geige zu spielen? Viel beliebter ist doch die erste...

Aufgeschnappt aus einem Schüleraufsatz: Das Rind ist das nützlichste aller Haustiere. Alles von ihm kann gebraucht werden, sogar der Name.

Ansage während einer Konferenz. Da auf dem Vorplatz zur Konferenzhalle ein Rindermarkt stattfand, durften nur noch bezeichnete Invaliden-Fahrzeuge auf dem Platz parken.
Der junge Pfarrer, der die Ankündigungen machte, drückte sich wohl ein wenig ungeschickt aus: Den Parkplatz dürfen wir nicht nutzen. Den benutzen heute nur die Rindviecher.

womit er wohl gehörnte Rindviecher beleidigte!

Der Pastor war neu im Amt. Beim ersten Gottesdienst wird dem jungen Mann von einem Ältessten ein Zettel aufs Pult gelegt. "Unbedingt Lied 118 singen". Als er besagte Nummer angibt geht ein Schmunzeln durch die Reihen, das schließlich in ausgelassene Heiterkeit mündet. Der Grund lag am Liedtext und der Seitennummer. Der Text: Oh dass doch bald dein Feuer brennte. 118 ist der Feuerwehrnotruf bei uns!

Wir Jungs, einige Oberstufenschüler der Geigenklasse, spielten im Treppenhause des alten Konservatoriums Volksmusik... als mich mein Professor in den Unterrichtsraum bat. Er war schon sehr lang in der Schweiz, aber sein Deutsch sorgte immer wieder für Heiterkeit. Es war eben kein Russisch... Er schaute mich genervt an und kommentierte unsere Musikeinlage mit der Bemerkung: Was Sie da spielen das sein gute Musik für Kuh!!

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