Was erwartet mich auf dieser Seite?

 

Im Lauf der Jahre habe ich die Bibel als ein wunderbar lebendiges Buch kennengelernt. Ich bin eine Leseratte. Muss ich wohl, denn als Bibellehrer bin ich darauf angewiesen auch die Meinung anderer Lehrer in meine Arbeiten einfließen zu lassen. Und da Gott in seinem Reich immer wieder mit Teams arbeitet, bin auch ich auf die Ergänzung durch andere angewiesen. Andere Bücher lese ich selten mehr als einmal. Ganz anders ist das mit der Bibel: sie ist jeden Tag neu, spricht jede Seite meines Lebens an und begleitet mich ständig.

 

Wenn nun diese Arbeiten dazu beitragen, dass Deine Liebe zu Gottes Wort wächst, haben meine Bibelauslegungen ihren Zweck erfüllt.

Am meisten wirst Du von dieser Lektüre profitieren, wenn Du Deine Bibel zur Hand nimmst und den besprochenen Abschnitt liest und dann zum Komentar greifst. Also viel Spaß beim buddeln in Gottes Wort.

Ich denke hier einige meiner Bibelbetrachtungen reinzustellen. Um die einzelnen Arbeiten besser zu finden erstelle ich hier ein kleines Inhaltsverzeichnis.

 

1. Kolosserbrief
2.Galaterbrief
3. Römerbrief

 

Der Kolosserbrief

Paulus hat hier einen Brief an eine Gemeinde geschrieben die er noch nicht persönlich kannte. Die Gemeinde in Kolossä ist vermutlich in der Zeit entstanden als Paulus mehrere Jahre in Ephesus lehrte. Er hielt dort also Bibelschule und seine Schüler gründeten in der Gegend Gemeinden.
Epaphras gründete dort die Arbeit und leitete sie.

Paulus hatte von dieser Gemeinde gehört. Seine Reaktion? Er dankt Gott für den Glauben und die Liebe, die in dieser Gemeinde herrschen.

Paulus hat ein brennendes Anliegen auf dem Herzen: seit er von der Gemeinde weiß leistet er Fürbitte. Sein Gebetsanliegen?

dass die Kolosser Gottes Willen erkennen.

die schönsten Gottesdienste in aller Perfektion durchgeführt taugen nichts, wenn wir dabei nicht den Willen Gottes erkennen und tun.

dass sie geistliche Weisheit und Einsicht erhalten.

es gibt auch die ungeistliche Weisheit, die Weisheit dieser Welt, die das Kreuz Jesu verachtet. Paulus bittet um echte, göttliche Weisheit. Diese stellt die weltliche Weisheit in den Schatten. Diese Weisheit verändert unser ganzes Leben. Frucht bringen wird nur die Pflanze, die wir pflegen und der wir Zeit lassen, dass Früchte reifen können. Aus der göttlichen Weisheit entstehen gute Werke, die uns auch vor gottfernen Menschen als Gotteskinder ausweisen.

Um geistlich zu wachsen müssen wir Gott und seinen Willen kennen lernen. Gott ist nicht knausrig: er gibt uns alles, Kraft durch seine Machtfülle, damit wir geduldig und langmütig werden. Das sagt, dass wir lange den Mut behalten können, auch wenn das Geduld erfordert. Es ist also Paulus klar, dass das Leben als Christ viel mehr einem Hindernislauf als einem Spaziergang ähnelt...

Er hatte sich wieder einmal tüchtig geärgert, der junge Mann. So polterte er los. "Wieder gebt ihr uns Milch, erzählt uns von Sündenvergebung. Aber wir wollen endlich Speise, feste geistliche Speise." Das hörte sich auch der alte Pastor Levi Petrus an. Kurz verschwand er, um dann mit einem Milchkrug in der Hand wieder auf die Bühne zu treten. Er wies den Jungen vom Pult. "Du gehörst wohl zu den Leuten, die vergessen, dass Christus sie von jeder Sünde reinigt. Ich danke Gott für das Milchgeschirr in meinem Haushalt: diese geistliche Milch macht mich doch erst fähig, feste Speisen zu ertragen!"
Paulus freut sich über den Herrschaftswechsel im Leben dieser Gemeinde. Es ist der Wechsel von der Finsternis zum Licht. Von der Herrschaft Satans ins Reich Gottes.
In Ihm, in Jesus, haben wir die Erlösung, nämlich Vergebung der Sünden.

Da gibt es null und nichts beizusteuern als ein ja zu Jesus, denn Gnade ist immer ein Geschenk, dem wir nichts beifügen können.


Wenn ich Kol. 1,15-20 lese bekomme ich eine klitze kleine Ahnung von der hohen Stellung die Jesus inne hat. Da er aber als Haupt der Gemeinde bezeichnet wird bedeutet das, dass auch die biblische Gemeinde der Erlösten in einer sehr hohen Stellung vor Gott steht.
In Jesus lebt nämlich die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und die zeigt sich schon hier in er lebendigen Gemeinde. Und der Höhepunkt? Den bildet die Erlösung am Kreuz von Golgatha.

Seit einiger Zeit besuchte eine Dame die Gemeinde. Sie war freundlicih, aber immer distanziert. Karfreitag. Jakob predigte über Golgatha und schilderte uns die Situation so grausam sie war. Da stand die Dame auf. Jeder Anstand schien sie verlassen zu haben: Mit eurer Schlachthaustheologie habe ich nichts zu tun! Stampfend und fluchend verließ sie den Raum. Endlich hatte sie gezeigt wer ihr Herr war.
Hier auf Golgatha darfst Du Deine ganze Vergangenheit ablegen. Und hier beim Kreuz ist der sicherste Platz auf Erden, denn hierher geht Satan niemals freiwillig!

Paulus ist bei all seinem Wissen Praktiker geblieben. Wenn sich nämlich die Erlösung nicht darin zeigt, dass wir anders leben als vor unserer Bekehrung ist was faul in unseren Leben. Der Fehler liegt bestimmt nicht bei Gott, der uns mit der Erlösung alles schenkt, was zu diesem Leben in Christus notwendig ist.
Im weiteren: schon jetzt stehen wir vor Gott makellos und rein, weil wir in Jesus sind. Sein Werk garantiert mir Gottes Liebe.


 

Kol. 1, 24-29

Nun freue ich mich... Würde ich mich in der Situation eines Paulus freuen? Unschuldig im Knast zu sitzen ist bestimmt kein Vergnügen, schon gar nicht gefangen in Rom zu sein. Aber bitte, bedenkt, das Neue Testament wäre ein mageres Büchlein, hätten wir nicht die Briefe von Paulus und die von Johannes. Die meisten Schriften des Neuen Testaments entstanden im Gefängnis unter schwersten Leiden. Wäre Paulus auf Reisen gewesen, wären die wenigsten seiner Schriften entstanden...

Paulus war wirklich ein mächtiges Werkzeug Gottes. Wie keiner sonst öffnet er unser Verständnis für den Heilsplan. Ich finde es vor allem sehr groß, dass Gott diesen übereifrigen Pharisäer dafür gewinnen konnte, die Heilsbotschaft unter die Nationen zu bringen. Wirklich, er raubt sich die Starken...

Hier in diesen Versen zeigt er mir aber auch, dass wir unbedingt göttliche Weisheit brauchen um das Evangelium unter verschiedensten Kulturen zu verbreiten. Das kann nur Gottes Geist in uns wirken.
Aber es geht nicht nur darum, dass Menschen von Jesus hören und ihn als Retter annehmen. Vielmehr geht es darum, dass diese Menschen auch in einem neuen Leben wandeln. Und dazwischen liegen oftmals Welten. 

Für mich lautet die Frage: spricht mein Alltag die gleiche Sprache wie der Sonntag. Oder schreit mein Leben lauter als meine Worte?

 Zur Zeit des Paulus trieb die Lehre der Gnosis ihre Blüten. Sie nannte sich Lehre der Erkenntnis. Wenn ich die Schriften des Paulus verstehen will muss ich mich zwangsläufig auch mit dieser gefährlichen Strömung auseinander setzen.

Die Gnosis hat ihre Wurzeln teils in der griechischen Philosophie, teils in den jüdischen Reinheitsriten. Es geht nicht um die Gesetze Gottes sondern um die Satzungen der Ältesten. Das sind menschliche Vorschriften, die zum Teil super geeignet waren Gottes klares Wort zu umgehen.
Und wie es der Teufel noch so gern tut: er gibt dem ganzen einen geistlichen Anstrich: den Namen "Erkenntnislehre". Ihre Anhänger behaupteten "die Tiefen des Satans erkannt zu haben".(Offb. 2, 24)

Schwerpunkte in der Gnosis.

Der menschliche Leib ist durch und durch sündig und daher verloren. Er ist so verdorben, dass er auch niemals auferstehen kann. Es gibt also keine leibliche Auferstehung. So ist auch Jesus nie auferstanden... da er als Mensch lebte war er nie Gottes Sohn oder er ist nur ein Mythos...

Die Bibel sagt dagegen: 1. Joh. 4, 1-6 Ein Geist der aus Gott ist bekennt Jesus als den ins Fleisch gekommenen Messias. Ein Geist aber, der das verleugnet ist niemals aus Gott sondern satanischen Ursprungs.

Der Mann stand bei uns im Flur und begann: "Unser hochgelobter Herr..." "Moment mal, dieser Herr hat einen Namen. Er heißt Jesus und ist Gottes Sohn!" "Nein, er ist unser hochgelobter Herr und niemals Gottes Sohn!" "Dann bitte ich Sie, den Namen Jesus auszusprechen." Der Mann konnte es nicht. "Ach, dann lesen sie doch bitte 1. Joh. 4, 1-6. Hier steht es aber klar: wer Jesus nicht als den ins Fleisch gekommenen Messias bekennt hat den Geist des Antichristen."


der normale Gläubige ist nicht in der Lage mit Gott in Kontakt zu treten. Er ist zu sündig... Daher konstruierte man einen Zwischenhimmel (Fülle genannt), bewohnt von Halbgöttern. Diese stellen für das gewöhnliche Volk den Kontakt zu Gott her.

Die Bibel: Kol1, 12-14 Gott selbst hat uns fähig gemacht in seiner Gegenwart zu leben, weil wir durch Jesus Sündenvergebung haben.

weiter Apg.4, 10-12 Im Namen Jesus Christus...und in keinem andern ist das Heil, es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

1.Tim. 2, 4-5 Gott sagt uns hier, dass er will dass die Menschen zur wirklichen Erkenntnis kommen. Also nicht zu der teuflisch inspirierten so genannten Erkenntnis. Denn es ist ein Gott - nicht die Masse von Halbgöttern wie auch immer wir sie nennen wollen. Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen: das istder Mensch Christus Jesus.

Schon etliche Wortbetrachtungen habe ich veröffentlicht. Aber so krass wie diesmal war ich seit langem nicht angefochten worden. Satan scheint sich davor zu fürchten, dass wir uns gründlicher mit diesem Brief auseinandersetzen. Warum wohl. Mächtige Lügengebäude des Teufels werden hier entlarvt und wir tun gut daran uns unter den Schutz Jesu zu stellen und nichts desto trotz gerade diesen leider zu wenig beachteten Brief genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ich scheue mich nicht unbequeme Schritte zu tun, Masken wegzureißen und mich auch mal in die Nesseln zu setzen. Jesus steht zu seinem Wort und ihm bin ich verpflichtet, nicht den Meinungen der Menschen.

Einheit ja - aber niemals auf Kosten der Wahrheit!!

 

 Ein weiterer Schwerpunkt in der Gnosis ist die Klassifizierung der Menschen in "das gewöhnliche Fußvolk" und die "Pneumatiker", sprich Geistliche. Letztere erwarben sich ihren Rang durch Riten und Kasteiungen. In ihrem Rang war Sünde mit dem Leib nicht mehr von Bedeutung, da sie einen derart hohen geistlichen Stand erreicht hatten... Und so erging sich schließlich die Hohe Geistlichkeit in Sexorgien, wie es ihnen gefiel.

 

Die Pneumatiker aber waren die einzig lebenden Menschen die mit Gott reden durften ohne die Vermittlung der Halbgötter.

Nun, es mag heute nicht so offen geschehen. Aber das Prinzip hat sich in den meisten Gemeinden und Kirchen eingeschlichen und durchgesetzt: hier das gemeine Fußvolk, da der Klerus.

Erlebt in einer Freikirche: ich darf nicht zulassen, dass du dieses Paar traust: Du bist als Pastor nicht ordiniert!

Wisst ihr was? Ich pfeife darauf. Meinen Auftrag das Wort klar zu lehren und Menschen mit der Wahrheit zu konfrontieren habe ich von Gott erhalten. Und er hat mir noch nichts von Ruhestand gesagt. Darum schreibe ich hier KLARTEXT. Meine Worte meine ich so deutlich, wie sie dastehen und keinen Deut schwächer. Damit werden sich wohl Freund und Feind abfinden müssen.

Paulus sagt in Vers drei sehr deutlich, dass uns in Christus alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis zur Verfügung stehen. Da braucht es weder Geheimriten noch Sondererkenntnis. Ich bin dankbar für die beiden Bibelschulen, die ich besuchen durfte. Sie gaben mir etliche Grundwahrheiten mit. Doch nur was ich wirklich verdaut und verinnerlicht habe ist in meinem Leben zum wirklichen Werkzeug geworden...

 

Verweilen wir noch bei der Zweiteilung der Gemeinde in geistliche und gewöhnliche Gemeindeglieder.

Die Bibel kennt diesen Unterschied nicht. Vielmehr spricht sie vom Allgemeinen Priestertum in der Neutestamentlichen Gemeinde. (1. Petrus 2, 9) Jesus hat mir den Zugang ins Allerheiligste geöffnet. Ich darf für andere wie auch für mich beten. Und ich darf jederzeit in der Gegenwart meines Gottes leben. 
Wer ist das heilige Volk? Heilig bedeutet für Gott beiseite gestellt. Das sind mal sicher all jene Menschen, die ihr Leben Jesus übergeben haben und mit ihm leben.

 

Ein weiterer wichtiger Teil der gnostischen Lehre ist der starke Wunsch nach Reinheit. Vorgeschriebene rituelle Bäder waren den Menschen dieser Zeit wichtig.
Dabei wurde aber auch sehr betont, dass alles, was mit Geburt zu tun hatte, unrein war. Ja man ging so weit, dass man einer Mutter die Erlösung abschrieb, weil sie Kinder geboren hatte. 
Dazu ging eine richtige "Frauenbefreiungsbewegung" vom Artemistempel aus. Weg vom Herd! 

Diese Tatsachen habe ich hier einleitend angeführt. So können wir den Kolosserbrief weit besser verstehen. Das Wissen um die Gnosis ist sicher mit Grundlagenwissen, das zu Pauli Zeiten im Mittelmeerraum jedermann bekannt war.

Aus dem Gesagten lässt sich leicht erkennen, dass es sich um eine Lehre handelt, die dem Wesen des Evangeliums glatt engegen läuft. Es geht vor allem um Machtausübung bis hinein in die Gemeinden.

Paulus aber sagt klar, dass wer Macht ausüben will in der Gemeinde besser schweigt. Hier hat der Geist Gottes das Sagen. So jedenfalls sollte es sein.

 

Beherzigen wir, was hier zuvor festgehalten wurde.

Es beruht also nicht darauf, dass ich einen besonderen geistlichen Rang erarbeite: Gott macht aus mir einen Menschen, der tatsächlich in seinem Wort lebt, indem er durch seinen heiligen Geist in mir Wohnung bezieht. Und je mehr er in mir Raum gewinnt, desto freier werde ich, von anklebender Sünde zu lassen. Paulus sagt es in Vers 27: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Anders ausgedrückt: weil Christus in mir lebt, habe ich göttliches, ewiges Leben schon hier. Dieses Leben greift auch hinein in die Herrlichkeit.

Wenn das kein Grund zum jubeln ist?!

Wenn ich die Verse 28 und 29 richtig verstehen will, muss ich die Worte ermahnen und lehren betrachten. Ermahnen hat in unserem Sprachgebrauch immer mit dem erhobenen Zeigefinger zu tun. Nicht so im Griechischen. Was hier mit ermahnen übertragen wird heißt eigentlich viel mehr anstubsen, ermuntern, ermutigen, an einer Wegkreuzung in die richtige Richtung drängen, nachdrücklich hinweisen. Lehren hat vor allem die Bedeutung mit meinem Leben vormachen, also vorleben...

So wird meine Verkündigung weniger ein Bedrängen oder recht haben als vielmehr eine Not für das Leben der Mitmenschen haben. Und so bete ich, dass das, was ich lebe auch bei meinem Gegenüber so ankommt, dass er sich angenommen weiß und zu Jesus kommt.

Also, ich verkündige, dass Christus in mir lebt, indem ich meinen Alltag so gestalte, dass Menschen durch die Gnade Jesus in mir sehen.

Durch seine Gnade muss das kein Wunschtraum bleiben...

 

Wenn ich jemanden nur aus dem Internet kenne ist das oftmals was ganz anderes als wenn ich jemandem im Leben begegne. Schaut, es gibt Menschen mit denen ich über längere Zeit schrieb. Wir tauschten Gebetsanliegen und schrieben uns sehr oft. Dann endlich kam der Tag an dem wir uns endlich begegnet sind. Das hat unsere Freundschaft sehr gestärkt.

Paulus hat durch seinen Mitarbeiter von der Gemeinde in Kolossä gehört. Er steht in einem Gebetskampf um diese Gemeinde, die ihn nie gesehen hat. Es ist sein Wunsch, dass die Gemeinde von Gottes Liebe erfüllt wird und so geistlich wachsen kann. Er möchte, dass die Gemeinde mehr und mehr erkennt was es heißt Christus in sich zu haben. Ich brauche keine Sonderlehren, denn wenn Christus in mir lebt habe ich alle Schätze der Erkenntnis und der Weisheit. 

Es werden immer und überall Leute auftreten, die ein anderes Evangelium lehren. Den besten Schutz gegen diese Betrüger nennt uns Paulus in Kol. 2, 6: Wie ihr Jesus angenommen habt so lebt nun in ihm. Erst wenn mein Leben mit dem Wort Gottes stimmig ist, werde ich auch rechtzeitig erkennen wenn Irrlehrer auftreten.

Übrigens kann es da um sehr perfide Verführung gehen. Wer unbiblisch lehrt ist wohl leicht zu erkennen. Es gibt aber auch die Leute, die zwar nichts falsches sagen, jedoch nicht danach leben. Mein Leben wird aber immer lauter brüllen als meine Worte. Das sind Leute, die wohl das lautere Wort predigen. Mit ihrem Wandel sagen sie uns aber, dass man es mit Gottes Wort nicht so genau nehmen muss. Solche Lehrer sind sehr gefährlich.

Verwurzelt in Jesus. Wie geht das zu? Ich kann nicht geistliche Babies in die Welt setzen und sie dann sich selbst überlassen. Väter und Mütter sind gefragt, denn ein Kleinkind ist in allem auf seine Eltern angewiesen. Es soll sich ja zu einem selbständigen Menschen entwickeln. Wie wir ein Kind bei der Hand nehmen und ihm zeigen, wie es im Leben klarkommt muss ich das auch mit einem Baby im Glauben tun.

Es gehen immer genug Leute um, die uns mit supergeistlich anmutenden Theorien den Kopf fuselig quatschen. Lehren von Menschen und Mächten, die nichts mit dem Leben aus Christus zu tun haben. Vor diesen warnt Paulus.
V. 9: Denn in Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Da brauchen wir nicht die "Fülle" des Zwischenhimmels mit den Halbgöttern. Christus in mir bedeutet, dass mir alle Macht der Herrlichkeit Jesu bereits hier zur Verfügung steht.

Das bedeutet nicht, dass alle Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und ich nun im Triumphzug durch ein herrliches Leben gehe. Nein, aber ich habe Gemeinschaft mit Jesus, der total in seine Menschen verknallt ist und für diese alles gegeben hat, damit ich schon hier an seiner Herrlichkeit und Machtfülle teilhabe.

Grund genug dankbar zu sein!

 

In Kap.2, 12-15 zeigt uns Paulus, was in der Taufe geschieht. 
Zuerst zeigt er den geistlich toten Zustand eines Menschen auf, der nicht zu Jesus kommt. Erst, wenn ich Jesus um Errettung anflehe, kann ich Gnade erfahren (Röm. 3). Wenn ich Jesus aber anrufe reinigt er mich von aller Sünde. Als ich das erfahren hatte, ließ ich mich taufen. Ich wurde untergetaucht, eine sinnbildliche Handlung. Mein altes Wesen ist begraben worden. Doch wie Jesus nicht im Grab blieb, wurde auch ich in der Taufe nicht ertränkt. Vielmehr lebe ich das neue Leben mit Jesus und aus seiner Kraft. Das gelingt mir zwar nicht immer - aber immer öfter...
Eines ist mir klar: Weil Jesus meine Schuld, meine Sünde getragen und mit seinem Tod gesühnt hat, darf ich nun aus seiner Kraft leben. Mir ist der ganze Mist vergeben. Darauf gründet das Heil in Christus.

Ich brauche nicht einen Riesenwust an Geheimwissen. Ich weiß um Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen Sohn des Allmächtigen Gottes. Und mit ihm habe ich, was ich für mein Leben hier brauche.

 

Mir sind hier die Verse 2, 16 und 17 sehr wichtig geworden. Mein Gewissen darf nicht von Menschenmeinungen abhängig werden. Tage, Feste, Speisen ect. gehen mich nichts an, denn ich lebe mit und für Jesus.
Wieder betont hier Paulus, dass das, was wirklich Wert und Gültigkeit hat leibhaftig in Jesus da ist. Warum diese Betonung? Weil die Gnosis alles leibhaftige verurteilt und als sündig verwirft. Dagegen spricht aber die Wahrheit und die Kraft des Evangeliums:es wirkt sich in der Gemeinde leibhaftig aus. Dieses und kein anderes Evangelium verkündigt Paulus. Das hat nichts mit einer Denomination, einer Konfession oder anderen menschlichen Regelungen zu tun. Die Gemeinde Jesu besteht aus Menschen, die er aus der Sünde herausgerufen hat zu einem neuen Leben in seinem Licht. 

Jesus ist das Haupt seiner Gemeinde und wo er seine Position nicht einnehmen kann, zerfällt die Gemeinde, denn er allein hält sie zusammen. Also lass ich mich nicht von selbstgefälligen, aufgeblasenen Typen einschüchtern die ohne sich Grund was einbilden auf ihre Engelerscheinungen und was auch immer. 

Das wirkliche Evangelium ist schlicht die Botschaft vom gekreuzigten Sohn Gottes, hingerichtet um meiner Sünde willen und auferstanden um der Gerechtigkeit willen. Mehr brauche ich nicht, da mir in ihm die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig zur Verfügung steht.

 

Die Verse 20-23 zeigen überdeutlich: wo Christus durch sein Gesetz der Liebe nicht herrschen darf, begeben wir uns in die Knechtschaft der Menschen, die durch ihre Vorschriften Macht über uns ausüben wollen. Das aber ist genau das Gegenteil von der Botschaft Jesu, denn wen der Sohn Gottes frei macht der ist recht frei.

In dieses trübe Kapitel gehören auch sehr viele der Befreiungsdienste. Nicht selten fausten da selbsternannte Seelsorger. Statt sich so rasch wie möglich überflüssig zu machen, üben sie Macht aus und binden sehr oft Menschen an sich. Das ist nach meiner Meinung Missbrauch der Seelsorge und gehört in die Kategorie, die Paulus in Vers 23 schildert.

Dagegen: Zur Freiheit hat uns Christus befreit!!

 

Wenn ich mit Jesus leben will, darf ich sooooo vieles nicht mehr tun, woran ich Freude hatte... Das war mal meine Auffassung.
Wenn ich aber im Kolosser 3 die ersten Verse lese, Höre ich doch was ganz anderes.
Wenn ich mit Christus auferstanden bin habe ich doch sein neues Leben in mir. Da richte ich mich doch nach dem aus was er für mich bereit hält.

Und da kann ich schon sagen: Was Jesus für mich bereit hält übertrifft alles, was ich zuvor kennen lernte. Es lohnt sich nicht nur für die Ewigkeit. Jesus gibt schon hier ein gepresst volles Maß an göttlicher Kraft in mein Leben hinein. So sehne ich mich überhaupt nicht zurück. Die faule Freude, die mir ein Vergnügen hier bieten kann ist nichts im Vergleich zu der Freude die Jesus hier schon gibt.

 

Ich bleibe noch einmal bei diesen Gedanken stehen. Freiheit von - oder Freiheit zu? Ich habe die Freiheit meinen Wagen zu lenken, solange ich mir nicht Freiheit von den Verkehrsregeln herausnehme. An diesem Beispiel sehe ich, wie meine Freiheit in Jesus funktioniert. Ich bin frei von der Sündenlast, um nun Jesus zu dienen und nicht weiter unter Satans Ägiede zu leiden. Ich bin freigekauft, damit ich nicht ein Knecht der Menschen sein muss. Ich brauche mir kein Gewissen zu machen um aller möglichen Vorschriften. Aber ich soll dabei das Gewissen meines Bruders nicht mit Füßen treten. Da sehe ich nun eine dieser Leitplanken, die meine Freiheit eingrenzen. Doch spielt das wohl keine herausragende Rolle, wenn in meinem Herz Jesu Liebe regiert.

Ja, da gibt es noch was: auf Anhieb ist noch nie ein Mensch völlig anders geworden. Du befindest Dich in bester Gesellschaft. Auch ich gehöre nach so vielen Jahren der Nachfolge immer noch zu den Suchenden und Lernenden, zu denen, die üben müssen, weil ihnen nichts einfach so geschenkt wird...

Anderseits gilt, dass Gott mich durch Jesus anschaut, als hätte ich niemals gesündigt. Wenn er vergibt, putzt er das Alte radikal weg und schafft die Grundlage zum völlig Neuen. Sonst hätten wir eh null Chancen. So darf ich ihn anbeten für Seine wunderbare Gnade.

 

Kol.2, 14 - 15

Unweigerlich muss ich an den Knecht denken, der von der immensen Größe seiner Schuld keine Ahnung hatte. In seinem Leben hatte sich eine Milliardenschuld angehäuft. als diese eingefordert wurde winselte er um Gnade. ...ich werde Dir alles zurück geben! Wirklich? Meinst du das so? Oder ist Dir nicht im entferntesten klar, dass Du völligen Unsinn redest? als der Herr das hörte vergab er ihm alles. Vater selbst hat den Schuldbrief um Jesus willen zerrissen. Die Schuld besteht nicht mehr. 

Damit aber nicht genug. Die Mächte der Finsternis, die die Menschen zur Sünde verführen, wurden auf Golgatha bloßgestellt. So darf ich im Gebetskampf auch mal Satan daran erinnern, dass er besiegt wurde. Und noch was: nahe beim Kreuz lebt es sich gut, denn da geht Satan niemals freiwillig hin. Die Blamage, die er dort duch Jesus erfuhr sitzt ihm bestimmt in den Knochen. Wir haben einen wunderbaren Sieger über jede Macht der Hölle: Jesus.

 

Kol. 3-4

...mit Christus auferstanden!? jetzt schon, hier? Ja, Paulus spricht hier davon, das daas neue Leben, das Jesus heute lebt jetzt schon in mir Gestalt gewinnen muss, sollte ich je einmal in seine Herrlichkeit hineinpassen. Trachtet nach dem was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Diesen Anstoß brauche ich immer wieder.
Eine kleine Faustregel lautet: Was Du anschaust, wirst Du. Wenn ich dem Kleinkram hier nachjage, verliere ich schnell mein Ziel aus den Augen.

Olympia, das antike Stadion. Viele Zuschauer wollen die Läufer sehen. Etliche feuern ihre Freunde an, andere versucht man irgendwie zu bremsen, abzulenken. Einem Läufeer werden Goldmünzen auf dei Bahn geworfen. Er sucht eine zu erhaschen. Dabei vergibt er den Sieg! Er ließ sich von Ziel ablenken durch eine billige Münze. Ist es das wert? Niemals!

Wenn hier steht, wir sollen unsere Begierden töten... hat es nichts damit zu tun, dass wir unseren Leib kaputt machen sollen. Niemals, der ist ein Tempel des Heiligen Geistes und muss auch gepflegt werden. Pflegen wir unsern Leib aber nicht so, dass wir uns jede Lust gönnen. Vielmehr möchte Jesus auch über meinen Körper herrschen und sich in meinem (oftmals chaotische) Alltag verherrlichen.

Ich darf ablegen: das alte Zerrbild, das so wenig mit dem Ebenbild Gottes zu tun hatte. Ich muss nicht mehr im alten Trapp leben, miit Jesus breche ich aus diesem Gefängnis der Begierden aus. Wie alte, stinkende Klamotten darf ich die alten gewohnheiten ablegen und das neue Kleid anziehen, das Jesus verherrlicht.

In V. 15 betont Paulus noch einmal die Leiblichkeit der Gemeinde. Meine Berufung habe ich in diesem Leib bekommen und dieser Leib ist es, der Christus dient und ihn verherrlicht. Ein klarer Wink an die gnosis, die alles körperliche verleugnet...

Doch wie schaffe ich es endlich in diesem neuen Leben zu wandeln? Schließlich stecke ich noch in diesem Leib. V. 16: nur wenn Gottes Wort reichlich in mir Platz einnimmt werde ich verändert. Wenn ich mir keine Zeit nehme um Gottes Wort in mir wirken zu lassen, braucuhe ich mich nicht zu wundern, wenn mein Leben kein Anreiz zur Nachfolge Jesu ist. Wenn Lobgesang mein Leben füllt, haben Klatsch und anderer Mist keine Chance mich zu zerstören.

V. 17: Wenn ich alles für Jesus tue bin ich durch ihn geschützt vor vielen Dummheiten, zu denen ich in eigener Kraft sicher fähig bin.

 

In den Versen 3,18 - 4,1 sehen wir den Hausspiegel.

Beim Eheberater. Die beiden jungen Menschen dachten sich bald zu verloben und suchten den gläubigen Eheberater auf. Dieser fragte den Burschen, was er beim Gedanken an seine Freundin empfinde. "Ich habe sie zum fressen gern!" "Hör mal, lass die Finger von ihr. Liebe frisst nicht!" Auf die Frage meinte das Mädchen: "Ich kann mir ein Leben mit ihm vorstellen!" "Das reicht nie für eine Ehe. Erst, wenn du dir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kannst solltest du heiraten!"

Nur wenn der Mann seine Frau wirklich so liebt kann er erwarten, dass die Frau sich seiner Führung anvertraut. Nur in diesem Fall wird sich die Frau gerne unterordnen. Aber Du, Mann, hast Deine Führerrolle nicht als Despot und Tyrann zu leben. An erster Stelle muss die Liebe beide Partner leiten.

Wie schnell lässt sich doch ein Kinderherz verbittern. Und wie schwer ist der dadurch entstehende Panzer zu knacken!! Das geht vor allem uns Väter an.

Hier sind aber auch Sklaven angesprochen. Wie mancher Arbeitgeber behandelt heute seine Leute wie Sklaven, die er nach belieben plagen kann. Das geht nicht an, wenn ich meinem Gott gegenüber die Verantwortung für meine Leute übernehmen muss.
Schließlich diene ich mit meiner Arbeit dem Herrn.
Da ich diesem unterstellt bin, kann ich nicht nach gutdünken meine Leute schinden.

 

Paulus war also im Gefängnis als er diesen Brief schrieb. Und er weiß um die Macht der Fürbitte. Auszuharren im Gebet hat sich immer gelohnt.
Wie steht es mit meiner Fürbitte für unseren Pastor? Ein wichtiger Aspekt, den ich nicht aus den Augen verlieren darf.

Ich denke an eine Mutter. Nur ungern ließ sie ihren Sohn für ein Studienjahr nach Paris gehen. Komilitonen hatten ihn dazu überredet. Als sie dort waren suchten sie ihn zu jedem Vergnügen zu überreden. Und zu Hause betete die Mutter. Gerade an diesem Abend war der Kampf besonders hart. Es ging gegen zwei Uhr als die Mutter spürte, dass die schwere Last von ihr wich und sie fand endlich Ruhe. Der Postbote weckte sie am Morgen: Ein Telegramm aus Paris!
Lange hielt sie das Blatt in der Hand: Mama, da steckst Du dahinter. Ich komme heute heim!
Endlich daheim erzählte der Junge, was in der Nacht geschehen war. Einige Komilitonen wollten dem Landei zeigen was es mit dem Nachtleben in Paris auf sich hatte. Es war gegen zwei Uhr als drei junge Männer über die Seinebrücke Richtung Bordell schritten. Mitten auf der Brücke brach der Rädelsführer tot zusammen... Mutter, das waren deine Gebete!

So hatte sich diese Mutter sicher Gottes Eingreifen nicht vorgestellt.

In allem, was im Reich Gottes geschieht ist Fürbitte ein herausragender Faktor. Gott kennt normalerweise nicht Einzelakteure, er arbeitet mit der Gemeinde.

Paulus handelt vorsichtig: wie es um ihn steht soll die Gemeinde durch seine Mitarbeiter Tychikus und Onesimus erfahren. Besonders erfreulich: Paulus hat Markus, den Verwandten des Barnabas als Mitarbeiter in seinem Team. Er hat also später eine weitere Chance bekommen.

Kein klagen oder jammern wegen der Gefangenschaft. Nur der Hinweis: Gedenkt meiner Ketten...

 

 

Der Galaterbrief

Paulus erfährt wie schwierig es ist multikulturelle Gemeinden zu führen. Nicht, dass ihm das entgangen war. Aber hier in Galatien sind Lehrer aufgetaucht, die den Gemeinden weismachen wollten, sie hätten das mosaische Gesetz zu halten. Da die meisten Gemeinden jüdische und heidnische Glieder hatten, war die Konfrontation fast unvermeidbar. Vor uns liegt also eine Streitschrift des Paulus, der klar gegen die Werkgerechtigkeit kämpft.

Sicher werden uns auch bei diesem Brief viele Details auffallen, die ich vielleicht aus irgend einem Grund links liegen lasse oder schlicht übersehe. Und wie oft geht jemandem etwas auf, was der andere überhaupt nicht beachtet hat. Das macht das Buddeln in der Bibel so interessant.

Gal. 1. 1-5

Wie kurz fällt bei diesem Brief die Begrüßung aus. Schon im ersten Satz stellt Paulus fest, dass seine Berufung zum Apostel nicht seine eigene Wahl war: Gott hatte ihn eingesetzt.

Und schon bin ich mitten in einem Thema, was uns beschäftigen muss:

Fragen an einer Theologischen Schule

Warum bist du hier?

Wer sandte dich hierher?

Was ist Dein Ziel und warum?

Ich kann euch versichern, ihr werdet sehr verschiedene Antworten kriegen.

Ich bin hier weil mein Pastor es wollte...
Ich bin hier weil ich an einen vollzeitlichen Dienst denke...

Aber wagt einer zu sagen: Gott öffnete mir den Weg hierher?

Paulus jedenfalls war klar: keine Gemeinde, keine augenblickliche Laune sondern Gott hatte ihn in sein Amt gesteckt. Daher auch die Vollmacht, die seinen Dienst auszeichnet.

Klar stellt Paulus fest in wessen Dienst er steht: im Dienst Jesu, der für unsere Sünden gestorben ist.

Galater 1, 6-10

Kein einziger Brief des Paulus kommt nach einer so knappen und überdeutlichen Einleitung gleich zur Sache. Das gibt’s nur beim Galaterbrief.

Paulus stellt seine Berufung klar. Er hat Amt und Dienst von Gott erhalten. Aus dieser Vollmacht heraus stellt er auch ganz klar, dass es nur ein einziges wahres Evangelium gibt: das welches er verkündigt. Da können noch so viele kommen und andere, verdrehte oder verwässerte Evangelien bringen: die Botschaft des hingerichteten aber auferstandenen Jesus von Nazareth bleibt die Wahrheit, die freimachende Botschaft. Paulus spricht sich sehr deutlich aus: da können Engel kommen und was anderes predigen: sie laden sich einen Fluch auf!

Paulus weiß wem er dient und wem er zu gefallen hat. Nicht unbedingt den Menschen, sondern Gott, der ihn herausgeliebt hat. Und er weiß um die Grenzen: wenn ich anfange so zu predigen, dass ich überall gefeiert werde, kann ich sicher gehen, dass ich Menschen und nicht Gott diene. Das aber ist nicht unsere Aufgabe. Mein Dienst muss zu Entscheidungen führen, für oder gegen Gott und Jesus. Somit ist ganz klar, dass ich nicht nach den Gusto der Menschen sprechen kann und da wird es immer einige geben, denen das nicht passt.

Gal.1, 11-12

Das Evangelium des Paulus -- wenn wir es so nennen wollen, wurde diesem durch gott selbst geoffenbart. Wie war denn das? Paulus, ein Meister der Schrift, der diese kannte besser als seine Hosentasche? Ja, aber ist Dir klar: nur das, was mir der Geist Gottes lebendig macht und aufschlüsselt, plumpst wirklich in mein Herz hinein.
Wie oft lese ich ein Bibelwort und es sagt mir wenig, bis ich eines Tages offene Sinne habe, das heißt, der Geist Gottes bewegt mich, macht das Wort lebendig und ich erfahre ein Aha-Erlebnis mit ihm.

Das wünsche ich jedem heute und hier!

Galater 1, 13 ff

Die persönliche Geschichte des Paulus packt mich immer wieder, beweist sie doch, dass Gott das Herz eines Menschen anschaut und nicht das Äußere. Paulus verfolgte zwar die Gemeinde, aber das tat er aus Liebe zu Gott und dem Judentum. Er war grundehrlich. Und solange ein Mensch ehrlich ist findet Gott auch Wege, ihm zu begegnen.
Aber noch etwas fällt mir auf: Paulus weiß darum, dass Gott schon im Mutterleib über ihm wachte.
Da gibts noch was wichtiges: wenn Gott redet gibt es verschiedene Möglichkeiten darauf zu reagieren. Ich kann hinstehen und sagen: "Heeee Leute, Gott hat mich gerufen!" oder ich machs wie Paulus: er wartete, bis Gott weitere Befehle erteilte -- und das kann manchmal Jahre gehen. Jahre, in denen du zubereitet wirst auf den Dienst. Paulus besprach sich auch nicht mit den Gläubigen über seinen Weg.
Weißt Du, wenn Gott redet, ist das eine Sache zwischen ihm und mir und nicht allen anderen. Ich kann euch sagen, ich wäre nie zur Bibelschule gegangen, wenn ich darüber andere befragt hätte. Zig gute Gründe dagegen hätte man mir erzählt... Nein, das war etwas, das ich allein mit Gott ausmachen musste.

Zurück zu unserem Text. Paulus war den Gemeinden in Judäa nicht bekannt. sie wussten nur, dass sich ihr Verfolger Jesus zugewandt hatte. Das war wohl das wichtigste. Wenn das kein Grund zum Lobpreis war?

Galater 2

In diesem Brief finden wir interessante Zeitangaben. so merke ich, dass zum Beispiel in der Apostelgeschichte sehr lückenhaft berichtet wird: Nur das wichtigste fand Eingang in die Bibel.
14 Jahre waren seit seinem ersten Besuch in Jerusalem verstrichen, als ihn Barnabas mit Petrus und Jakobus, dem Bruder Jesu, bekannt machte. Inzwischen war bekannt geworden, dass in Antiochia in Syrien Heiden das Evangelium verkündigt wurde. Und das hatte in der Gemeinde in Jerusalem zu Problemen geführt. Bisher verstanden sich die Juden -- und damit auch messianische Juden -- als die von Gott angesprochenen. Und wie es das Gesetz forderte, das sie sehr genau beachteten, war für sie Gemeinschaft mit Menschen aus heidnischen Völkern einfach undenkbar.

Paulus zeigt hier den Galatern, dass keinem Heidenchristen die Beschneidung aufgezwungen wurde. Denn würden sie sich beschneiden, würden sie sich freiwillig unter das Gesetz stellen. Das bedeutet, dass sie aber auch verpflichtet wären, das ganze Gesetz zu halten. Wer aber aus den Gesetzeswerken gerecht werden will braucht keine Gnade. Seine Leistung zählt dann... und die ist nie vollkommen.
Paulus versucht hier gegen die judaisierenden Lehrer anzugehen, die bei den Galatern wohl auf offene Ohren gestoßen waren.

Jesus hat das Gesetz erfüllt. Das Gesetz ist da und zeigt mir, dass ich unmöglich in meiner Leistung Gott gefallen kann. Umso größer wird für mich die Gnade, die Jesus in mein Leben bringt.

Statt gesetzlicher Auflagen wird dem Paulus aufgetragen, dass die neuen Gemeinden sich doch der total verarmten Gemeinde in Judäa und besonders Jerusalems annehmen sollten und darin war Paulus schon länger tätig.

In Antiochia kommt es zu einem Zusammenprall mit Kephas. Das ist aramäisch für Petrus. Dieser hatte sich von Paulus und den Heiden distanziert, als Leute aus Judäa herkamen. Zuvor hatten alle Gemeinschaft, nun aber wollten Petrus, Barnabas und andere nicht dazu stehen. Paulus nannte ihn öffentlich einen Heuchler...

Er war im Stadtrat, ein angesehener Mann, der auch gerne und oft in seiner feudalen Villa Parties mit Geschäftsleuten steigen ließ. Nun hatten er und seine Frau sich bekehrt. Bei einem der nächsten Essen in seinem Haus berichte seine Frau ganz freimütig von Jesus. Jakob war das schon mehr als peinlich. Und als sie dann noch erwähnte, dass auch er dieses Erlebnis gemacht habe, stieß er sie unterm Tisch sanft an... Mit gespielter Empörung meinte seine Didi dann: "Es ist doch so, warum stößt du mich jetzt ans Schienbein?" Jakob war geheilt. Es gab für ihn kein "entschuldigen Sie bitte, aber ich bin Christ". Ich habe oft über die Offenheit seines Zeugnisses gestaunt.

Ganz klar war für Paulus und die leitenden Brüder in Judäa, dass Paulus unter den Nationen, Pertus aber vor allem unter den Juden je ihren Auftrag hatten.

Einen ganz wichtigen Satz finden wir am Schluss dieses Kapitels. Christus lebt in mir -- und darum darf ich handeln nach seinem Sinn. Er lebt in mir. Und das brauche ich nicht zu verstecken. Ich darf Jesus auch darin Vertrauen, dass er mich heil durch dieses Leben bringt. Das alles aus Gnade.

Und diese Gnade werfe ich nicht um einer Formhülle weg!

Galater 3, 1-15

Der Prophet Hesekiel wird auch als der neutestamentlichste Seher im Alten Bund bezeichnet. Aus Kapitel 36, 26 zitiere ich:
Ich will euch ein neues Herz verleihen und euch einen neuen Geist eingeben: das steinerne Herz will ich aus eurer Brust herausnehmen und euch dafür ein Herz von Fleisch verleihen. Ich will meinen Geist in euer Inneres geben und solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Weisungen beobachten und tatsächlich ausführen.

Das sagt mir doch klar, dass ich, wenn mich Gottes Geist erfüllen kann, den Willen Gottes tun werde. Hier steht eine Gemeinde. Ihr wurde der Gekreuzigte klar vor Augen gemalt. Und doch hatten es einige fertig gebracht, sie in die Werkgerechtigkeit hinein zu bringen. Wie ein Hammer drohten plötzlich wieder die Worte: Du sollst!!
Deshalb der Schmerzensschrei des Paulus: Ihr habt doch im Geist begonnen, soll all das nun für die Katz sein? Ist Jesus vergeblich gekreuzigt worden? Warum macht ihr aus der Gnade einen Murks? Das kann nie und nimmer Gottes Weg sein!
Jesus selbst sagt klar, dass seine Gebote nie zu einer schweren Last werden:...denn meine Gebote sind nicht schwer.
Wenn ich die Nachfolge nun als Last empfinde, bin ich auf dem Holzweg. Etwas kann nicht stimmen.

Paulus zeigt Abraham, der Gott vertraute, auch als dieser das Opfer des Isaak forderte. Und aus diesem Glauben dürfen auch wir gerecht werden. Wer aber aus den Gesetzeswerken leben will, stellt sich selbst unter einen Fluch, weil jeder verflucht ist, der nicht in allen Stücken das Gesetz hält. So kann also aus Pflichterfüllung kein Mensch gerecht werden.

Aber von diesem Fluch des Gesetzes hat Christus uns erlöst, da er selbst zum Fluch wurde.
Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass auch wir Heiden den verheißenen Geist empfangen dürfen.
Zur Zeit des Abraham gab es noch kein Gesetz und Gott erklärt diesen Mann als gerecht, weil er im Glauben das Heil ergriffen hatte. Wir kommen also neben diesem Gesetz vorbei, weil wir wie Abraham glauben. Und wir dürfen diesen verheißenen Geist empfangen. Der wird uns alles lehren und uns Jesus und sein Werk groß machen.

Galater 3, 15 ff

Es war zur Zeit Francos in Spanien. Versammlungen von mehr als fünf Menschen waren verboten. Kam dazu, dass jede evangelische Arbeit als Angriff auf die Kirche gewertet und verfolgt wurde.
Eine gläubige Großmutter machte sich auf den Weg zur verbotenen Hauskirche. Ihre riesige Hausbibel hatte sie in ihr weites Kleid gesteckt. Francos Leute hätten sie ihr bestimmt weggenommen und sie hätte die Gemeinde in Gefahr gebracht, wenn man sie entdeckt hätte. Aber diesmal wurde es gefährlich. Drei junge Männer stoppten sie auf der Straße. „Wohin geht’s?“ „Zur Testamentseröffnung. Mein ältester Bruder ist gestorben und heute ist Testamentseröffnung...“ Man ließ sie gehen!

Zu einem Testament darf niemand etwas zufügen oder wegnehmen. Das Testament, die Verheißung, die Abraham gilt, bezieht sich auf seinen Nachkommen, also Einzahl, sprich Jesus Christus selbst. 430 Jahre nach Abraham wurde Israel das Gesetz gegeben. Zu dieser Zeit war der Erbe der Verheißung noch nicht da. Somit tangiert das Gesetz das Testament des Abraham in keiner Weise... Ein Erbe werde ich nicht durch ein Gesetz, sondern durch die Verheißung, das freie Geschenk an Abraham.

Das Gesetz ist hier um die Sünde klarer hinzustellen, bis der eine Nachkomme erscheint, dem die Verheißung gilt. Da aber kein Gesetz lebendig machen, kann es auch niemanden gerecht machen. Gerecht werde ich nur, wenn ich an den Erben der Verheißung glaube, Jesus, der mich gerecht macht durch seinen Tod und die Auferstehung. Hier wird das Gesetz der „Zuchtmeister auf Christus hin“ genannt. Diesen Zuchtmeister müssen wir uns ansehen. Da habe ich mich mal in einigen Büchern schlau gemacht: Zuchtmeister = pädagogos. Dieser war ein Sklave seines Herrn, der den Sohn des Hauses auf dem Schulweg zu überwachen hatte, der Aufpasser, der schauen musste, dass der Junge keine Dummheiten auf dem Weg anstellte... Wenn aber der Junge aus der Schule kam, hatte der Zuchtmeister keine Arbeit mehr, er war quasi überflüssig geworden.
Dieses Bild wendet Paulus an um uns zu zeigen, was der Sinn des Gesetzes war. Wie der Zuchtmeister Grenzen setzen musste, zeigt das Gesetz die Leitplanken auf. Und es weist in allem auf Christus hin, der es als einziger Mensch je erfüllte.
Nun aber ist der Glaube gekommen und wir stehen – wie der entlassene Schüler – nicht länger unter dem Zuchtmeister.
Durch den Glauben sind wir nun Kinder Gottes. Da gibt es keinerlei Unterschied, Mann oder Frau, Juden oder Heiden, wir gehören Christus an, und sind damit auch Abrahams Kinder und Erben.

Wenn das kein Grund zur Freude ist?

Galater 4, 1-7

"Ich bin nicht bereit mit denken aufzuhören", schrie uns der junge Mann an. "Wenn ich an die Geschichten der Bibel glauben soll muss ich dies aber. Das Zeugs ist so unlogisch..."
Dieser junge Mann muss entweder eine andere Bibel haben als ich sie kenne, oder er liest sie überhaupt nicht. Nein Gottes Wort erträgt das denken sehr wohl.

In diesem kurzen Abschnitt spricht Paulus den Unterschied zwischen dem Erben und dem Knecht an:

Der Knecht gehört für eine Zeit dem Hausstand an. Aber er ist angestellt, gehört nicht zur Familie. Eines Tages wird er überflüssig. Da hat er keinerlei Ansprüche mehr an die Herrschaft.
Anders der Sohn. Er ist Erbe, wenn auch anfänglich unter einem Vormund.

Ich lebte in einer Monarchie. Der alte König war bereits neunzig Jahre alt, aber sein Enkel, der Thronfolger, war noch keine 26. Und da das Gesetz dieses Mindestalter für die Thronbesteigung vorschrieb, musste der junge Monarch warten. Vorsorglich wurde gar ein Reichsverwalter eingesetzt, falls der alte König sterben sollte, bevor der Thronfolger alt genug war. Obwohl rechtmäßiger Erbe und Thronfolger: zu sagen hatte er nichts. Da war ein Knecht nicht schlechter dran.

Wir waren in der Knechtschaft der Mächte dieser Welt. Hmm, wir waren also fremdbestimmt? Ja sicher, denn Paulus spricht es sehr deutlich aus: wem du dich hingibst, dessen Knecht bist du, sei es der Sünde -- das führt zum Tod. Oder du stellst dich unter Gottes Herrschaft und wirst leben.
Als es Zeit war, sandte Gott seinen Sohn... Gott arbeitet nach Plan, nichts ist den täglichen Launen preisgegeben. Die Zeit war reif um

...das Gesetz zu erfüllen -- damit wurde dieses überflüssig. Das heißt nicht aufgehoben, aber für uns spielt es keine Rolle, wenn es um den Zugang zu Gott geht.

...auch den Heiden den Weg zu Gott zu ermöglichen. Auch wir dürfen nun Kinder Gottes und Erben der ewigen Herrlichkeit werden.

Wer garantiert mir, dass das stimmt? Weil wir nun Kinder sind hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt. Und dieser Geist, der mir die Wahrheit Gottes öffnet und diese Schätze zugänglich macht ist wie ein Pfand: er garantiert mir, solange ich Gottes Spielregeln beachte, dass ich auch das Ziel, ein Leben in der Herrlichkeit, erreichen werde. Muss ich also einen Murks daraus machen, ja kein Wort zu vergessen und alles genau zu befolgen? Nein, ich muss daran festhalten, dass Jesus die Leistung, die ich nie erbringen konnte durch den Tod am Kreuz und seine Auferstehung erbracht hat. Ich vertraue ihm, der mich liebt.
Und als Kind bin ich Erbe.

Es gibt eine ganz kuriose Frage, die an Jesus herangetragen wurde: Meister, was muss ich tun um Gottes Reich zu ererben. Hmm. Um Erbe zu sein muss ich absolut nichts tun. Ich muss aber sein, und zwar Kind des Erblassers. Es geht also niemals um Werke. Es geht um die Geburt. Ich kann ein Leben lang in einem steinreichen Haus wohnen und arbeiten. Dadurch erwirke ich mir kein Erbrecht. Das haben nur die Kinder. Die aber erben ALLES.

Und die Freude auf dieses Erbe lass ich mir nicht vermiesen!

Galater 4, 8-20

Wenn wir verstehen wollen, was hier in den Gemeinden in Galatien geschehen war, ist es gut, die Verhältnisse im römischen Reich erst einmal anzusehen.

Im römischen Reich baute sich die Staatsmacht weitgehend auf einem Netz korupter, gewalttätiger Statthalter auf. Viele dieser Beamten hielten sich durch blutige Orgien und Schmierenaffären an der Macht. Staatsreligion war der Kaiserkult, von dem allerdings die Juden als einzige befreit waren.

Was lag da näher als der Gemeinde jüdische Formen zu geben? Wurden die Männer beschnitten so galten sie als Juden. Und wenn man vorsichtig genug war, musste man kaum mit einem Prozess rechnen: man konnte Jesus etwas dezent und heimlich doch seinen Herrn nennen... Das war wohl nichts anderes als sich freiwillig unters Gesetz zu stellen.

Diesem Trend stellt Paulus gegenüber, wie er das Evangelium nach Galatien gebracht hat. Ein schwacher, kranker Mann, gezeichnet von Entbehrungen, Verfolgung und Schwachheit. Aber er hat die Menschen in seiner Schwachheit herausgeliebt und zu Jesus geführt. Soll das alles vergeblich gewesen sein? Wollten diese Menschen nun unters Gesetz zurückkehren, zurück in die Knechtschaft? Wer das tut, ist gerecht... aber nur der. Getan hat es ein einziger -- für mich. Und wenn ich unter den Buchstaben des Gesetzes zurückkehre ist das Opfer Jesu für mich nicht mehr da.

Hier sehe ich einen alternden Paulus, der tief verletzt um seine Kinder kämpft und ihnen Jesus noch einmal vor Augen malt, den Gekreuzigten. Noch einmal leidet er den Schmerz einer Geburt: sein ganzes Herz sehnt sich nach der Gemeinde, dass sie doch Gnade suchen möchte.


Galater 4:21 ff

Nun zeigt Paulus das Bild von Abrahams Leben: Seine beiden Söhne. Da war mal Ismael, den ihm Hagar, die Magd, geboren hatte. Die Magd kann nur zur Unfreiheit gebären, denn Mägde waren Leibeigene...

Und was sagte Gott selbst einmal über Ismael? Er wird ein Wildesel von Mensch sein. Ich zitiere einen meiner Lehrer, B.T. Bard: Ismael, der natürliche Erstgeborene wird hier ein Wildesel genannt. Dazu die Bibel: "Die Erstgeburt vom Esel sollt du lösen mit einem Lamm; willst du sie nicht lösen, dann brich ihr das Genick; deinen erstes Sohn sollst du lösen!"
Hier wird die Erstgeburt vom Esel mit deinem ersten Sohn gleichgestellt: Nur, wenn an deren Stelle ein Lamm stirbt, gibt es eine Existenzberechtigung! Also, wenn ich das Opfer Jesu annehme, darf ich leben. Unter dem Gesetz aber habe ich kein Recht auf Leben.

Paulus zeigt hier auf, was der Unterschied zwischen den Söhnen Abrahams ist: Isaak ist der Sohn der Verheißung – und jeder weiß, dass an seiner Stelle ein Widder das Leben verlor: dieser wurde an Isaaks Stelle geopfert.
Isaak ist der Erbe, der Sohn der Freien. Wir haben schon gesehen, dass Hagars Kind nichts anderes als ebenfalls ein Sklave sein konnte. Anderseits ist Abraham nicht unter dem Gesetz – dieses kam erst 430 Jahre später! Freiwillig, ohne Vorschrift tut Abraham Gottes Willen, aus seinem Glauben heraus. So dürfen wir Gläubigen uns auch auf Abraham berufen und unseren Glauben als Liebesbeziehung zu Gott leben.

Wir sind frei!

Galater 5, 1-6


Freiheit ist doch heute das Schlagwort. Den jungen Menschen wird Freiheit vorgetäuscht. Das Motorrad – die Freiheit. Fliegen -- frei durch die Luft segeln... Viel Geld verdienen – die Freiheit. Ungebunden leben, mit der Partnerin die mir heute passt und die ich nach belieben wegschicken kann. Die Freiheit, die mich in die totale Knechtschaft führt. Das ist die Taktik des Teufels, ob du an ihn glaubst oder nicht.

Sein nächster Schritt. „Sollte Gott gesagt haben“ – die Urlüge, die er schon bei den allerersten Menschen anbrachte. Zweifle, hinterfrage, grüble – das alles macht nichts, solange du die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes nicht für dich persönlich nimmst!

Und wenn du diese Botschaft angenommen hast kommt er noch mit einem anderen Trick: mach dich bei Gott beliebt indem du dich unter sein Gesetz stellst. Du musst doch schließlich was für Dein Heil tun...

Hier aber wird Paulus sehr deutlich: wenn du dieser satanischen Lüge glaubst und dich unter das Gesetz stellst, hast du keinerlei Anrecht mehr auf die Erlösung durch Jesus. Dieser Preis ist mir wirklich zu hoch!

Ich bin frei vom Gesetz – dafür starb Jesus. Aber ich bin nicht frei, zu leben wie ich will. Die Freiheit in Jesus gebietet mir, Rücksicht zu nehmen auf meine Mitmenschen. Alles andere widerspricht dem Gebot: Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst!! Ich will aus Gnade leben! All mein Verdienst reicht gerade für die Verdammnis, denn aus Werken kann ich vor Gott niemals bestehen.

Galater 5, 7- 15

Es war an einem Orientierungslauf. Wir hatten uns sehr gut vorbereitet -- bis auf einen Punkt. Da waren wir wohl etwas allzusicher geworden. Nach einem kurzen Wegstück gerieten wir in völlig unwegsames Gelände und mussten uns mühsam zurückarbeiten bis an den Punkt, wo wir leichtfertig den schönen Weg genommen hatten...

So kommt es mir vor, wenn ich diese Verse lese: Ihr seid so gut gelaufen. Was ist geschehen, dass ihr der Wahrheit nicht mehr gehorchen wollt? So schnell schleicht sich etwas ein und stellt sich zwischen Gott und mich hinein. Wachet und betet, damit ihr nicht auf die Schliche Satans hereinfallt.
Ich stelle in meinem Leben fest: wo ich nachlasse im Gebet und der Gemeinschaft mit Gott muss ich damit rechnen, dass ich sehr leicht angeschossen werde. Dann kann mich der Heilige Geist nicht so schnell ansprechen und schon liege ich auf der Nase.

Wie schnell schleichen sich persönliche Vorlieben ein und Gott kann nicht mehr uneingeschränkt in mir wirken. Der Schritt zu einem anderen Evangelium, Werkgerechtigkeit z.B. ist dann ganz klein.

Nocheinmal bezieht sich Paulus auf die Beschneidung: hier sagt er klar, solange er Beschneidung predigt, verfolgt ihn niemand. Da braucht sich ja keiner über das Kreuz zu ärgern... Erst wenn Christus als der Herr bekannt wird, wird es auch mal heiss werden. Wir haben schon gesehen, dass im römischen Reich nur der Kaiser als Herr angesprochen werden durfte. Herr bedeutet aber völlige Unterwerfung und Anbetung -- was für einen Christen unmöglich war, da er sein Leben Jesus unterordnete. Aber auch in unserer Zeit ist es gar nicht anders: Über die Botschaft vom Kreuz ärgern sich immer noch viele.
Aber nicht allein das. In einem Gespräch kam jemand darauf, die Botschaft vom Kreuz sei doch viel zu simpel. So einfach kann es doch gar nicht sein. Ja, so schwierig machten die Menschen schließlich die Erlösungsbotschaft. Warum wohl? Nun, wenn ich ganz einfach das Werk Jesu für mich in Anscpruch nehme, kann kein Mensch Macht über mich ausüben. In dieses Kapitel gehört für mich jede Seelsorge, die Menschen an einen Seelsorger bindet. Das sage ich mit allem Nachdruck: Seelsorge muss dazu führen, dass der Mensch, der Hilfe sucht sich mit seinem Leben an Jesus klammert und nicht an mich als Seelsorger. Ich kann helfen, aber es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Jesus Christus.

Ich schließe den Kommentar zu diesem Abschnitt mit einem sehr klaren Wort des Paulus: Ihr seid teuer erkauft. Werdet deshalb nicht Knechte der Menschen!

Galater 5, 16 ff

Paulus wird nun sehr konkret: wer sich auf ein Leben mit Jesus einlässt kann schlicht nicht leben wie zuvor. Das ist aber dem Heiligen Geist und seinem Wirken in mir zuzuschreiben. Wenn der Heilige Geist in mir die Führung übernimmt, werde ich nichtmehr lügen, stehlen, betrügen und was ich noch alles anführen könnte. Anderseits macht der Lasterkatalog, den Paulus auflistet keinerlei Sinn, wenn nicht solch üble Dinge sich eben in der Gemeinde eingeschlichen hätten.

Hier hatten eben Menschen versucht in ihrer eigenen Kraft die Nachfolge zu schaffen. Das muss in einem Fiasko enden.
Im letzten Vers des Kapitels liegt wohl der Schlüssel für viele Nöte in der Gemeinde: Lasst uns nicht eitle Ehre suchen, einander nicht herausfordern, einander nicht beneiden.
Durch Neid, Sturheit und Geltungssucht sind schon viele Gemeinden zerbrochen. Last uns weise miteinander umgehen: das bedeutet, nicht allein im Geist anzufangen sondern mit dem Geist Gottes zu wandeln, zu reifen und zu wachsen. Dann haben solche Früchte keinen Raum in unserm Leben.

Galater 6

Wer arbeitet macht Fehler, wer viel arbeitet, macht viele Fehler; aber angeblich gibt es gar Leute, die keine Fehler machen...

Paulus weist hier auf einen wunden Punkt hin, der heute nicht weniger aktuell ist: auch Christen machen Fehler. Aber hier scheint es oft so zu sein, dass jeder, der mal einen Fehler begeht, abgeschossen wird.
Paulus bittet die Gemeinden, gnädig mit Fehlbaren umzugehen. Das bedeutet keineswegs, Sünde in der Gemeinde zu dulden. Aber es bedeutet, sanft zurechtzuweisen und nicht aus den Augen zu verlieren, dass man selbst ganz leicht dieselben Fehler begehen kann.

Nachdem Jesus den umstehenden und den Anklägern gesagt hatte, wer ohne Sünde sei, soll den ersten Stein werfen, wandte er sich an die Ehebrecherin: „Hat dich keiner verbannt?“ „Nein, niemand!“ „...gehe hin und sündige nicht mehr!“ Auch wenn Jesus diese Frau nicht verurteilt und steinigt, wozu er als einziger das Recht hatte, warnt er sie, von der Sünde abzulassen. Das ist die Haltung, die Gott von mir erwartet.

Geistesmenschen sind sanft, aber gerecht. Sie achten auf sich selbst. Und sie wissen, dass nur Gnade sie vor demselben Fehltritt bewahren kann.

Es liegt zwar Jahre zurück. Aber dieser Vorfall in meinem Leben prägte meine Haltung anderen Menschen gegenüber. Einer meiner Vorgesetzten erzählte mir aus seinem Leben. Er hatte sich verlobt, doch als er ganz entschieden mit Jesus leben wollte, verließ ihn seine Braut. Später war er mit einem andern Mädchen liiert, als er sich taufen ließ. Auch diese Frau konnte das nicht verstehen und verließ ihn. Und ich? Ich fragte eiskalt, ob er denn nicht gebetet habe, bevor er diese Verbindungen eingegangen sei...
Wenige Wochen später. Meine Verlobte löste die Verbindung mit der Begründung, dass sie sich frage ob ich überhaupt einen Ruf zum Dienst habe... Die Härte, mit der ich über meinen Bruder urteilte traf mich selbst. Damals zog ich mich aus jeder geistlichen Aufgabe zurück – was wohl einer meiner schlimmsten Fehler war, die ich je begangen habe.

Hier musste ich klar sehen: hartherzig hatte ich gesät und hart wurde ich angefasst.
Möchtest du davor bewahrt werden? Sei darauf bedacht anderen Gutes zu tun! Das ist ein guter Schutz für jeden von uns.

Noch einmal rühmt Paulus das Kreuz. Das ist für ihn zum Lebensraum geworden. Hier ist sein Platz. Weißt du, wer beim Kreuz bleibt hat den besten Schutz, den du dir denken kannst! Denn da geht Satan nicht freiwillig hin!

Und noch einmal weist Paulus zum Gruß auf die Gnade hin!

 

 


 


 

 

  Der Römerbrief

Viele haben versucht diesen Brief zu erklären. Wenigen ist es gelungen wirklich viel aus der Fülle dieses Briefes zu schöpfen. Wenn ich es hier wage einiges darüber zu schreiben bitte ich den Herrn, mir die richtigen Worte zu geben, damit er verherrlicht wird und wir seine Botschaft besser verstehen können.

Paulus schreibt diesen Brief an die Gemeinde in Rom, eine Gemeinde, von der er wohl gehört hat, die er aber nicht gegründet hat.
Zu dieser Zeit existierte das Alte Testament. Das Neue war erst im entstehen. Paulus gibt den Römern eine klare Glaubensgrundlage durch seinen Brief.

Römer 1, 1-5

Paulus hat seine Berufung von Gott. Leider finden wir heute so viele Menschen, die Theologie als Broterwerb betreiben. Hier steht ein Mann, ein Pharisäer der sich mit all seinen Kräften einsetzte um Gott zu gefallen. Und dieser Mann hat Jesus als den Messias erkannt. Er findet, dass in Jesus all die Verheißungen erfüllt sind, die uns die Propheten im Alten Testament gaben.

* Er kam aus der Familie Davids, aus dem Stamm Juda

* Er litt und starb für unsere Sünden

* Er ist Auferstanden und lebt

und nun sieht es Paulus als seine Pflicht, Glaubensgehorsam aufzurichten. Hier geht er voll auf Kollisionskurs zum Judentum. Er stellt dem Gesetzesgehorsam , den kein Mensch letztlich erfüllt, den Glaubensgehorsam gegenüber.

Willy



 


 

 


  Evangelium = Kraft pur

Römer 1, 6-15

Nebst seinem Wunsch, die Gemeinde in Rom kennen zu lernen gibt uns Paulus kurz Einblick in sein Gebetsleben. Bei seiner Fürbitte fällt mir auf, dass Dank ein wesentlicher Bestandteil seiner Gebete ist.

Römer 1, 16-32

Als ausgezeichneter Publizist fasst Paulus zu Beginn eines Abschnittes das allerwichtigste zusammen, um erst danach die Details offen zu legen, die zu seinem Schluss führten.

Ich schäme mich des Evangeliums nicht... Ich denke gerade an einen Buchtitel von C.S. Lewis: Pardon, ich bin Christ! Wofür brauche ich mich zu entschuldigen? In mir wirkt die Kraft Gottes, die Jesus aus dem Grab hervorholte! Soll ich das verstecken? Nein. Aber auch hier zeigt Paulus klar, dass er die Botschaft des Evangeliums als Erfüllung des Alten Testaments und keinesfalls als Gegenpol desselben sieht. Daher nimmt er gleich Bezug auf Habakuk 2,4.

Paulus spricht immer wieder Juden und Griechen an. Das waren die beiden in der damaligen Welt aufeinanderprallenden Kulturen, das Judentum und die griechische Kultur. Ihre Merkmal: Judentum, das durch einhalten von Gesetzen gerecht werden wollte. Die Griechen, die mit ihren Philosophien alles erklären wollten. Dabei ist zu sehen, dass beide Kulturen am Ziel, Gemeinschaft mit Gott zu haben, vorbei gehen.
Der Zorn Gottes – ja, den gibt es – zeigt sich aber nicht gegen den Menschen, sondern gegen die Sünde. Gott kann keinerlei Gemeinschaft mit der Sünde haben.
Bevor wir den Abschnitt hier genauer betrachten, will ich das Wort Sünde anschauen: Sünde bedeutet das Ziel verfehlen, nicht genügen. Zwei Beispiele, die das veranschaulichen: Ein junger Mann will zur Polizei gehen. Er hat zwar ausgezeichnete Referenzen und glänzende Schulleistungen vorzuweisen. Doch die Messlatte bringt ans Licht, dass er zwar 169 aber nicht 170 cm misst. Der Prüfer beachtet seine Zeugnisse nicht, es fehlt am Maß, das er schlicht nicht hat.
Zwei junge Männer schießen auf eine Scheibe. Keiner trifft ins Schwarze, auch wenn sie ganz nahe dran waren – das Ziel haben sie verfehlt.

Und dann zeichnet Paulus uns ein Bild des gottlosen Menschen. Das Wort gottlos verstehe ich als schlicht losgelöst von Gott. Menschen, die zwar genau hätten wissen können, dass es einen Schöpfer gibt, diesen aber nicht verehrt haben, können in sehr schwierige Lagen kommen.
Hier ist zuerst einmal das Gespräch von Menschen, die sich schlicht nicht um Gott kümmerten. Sie hielten sich selbst für weise und verpassten es damit Gottes Weisheit anzunehmen.
Die Folgen können verheerend sein. Zu den traurigen Seiten dieser Handlungsweise gehört die Homosexualität, von der hier die Bibel spricht.
Aber noch einmal Klartext: Gott liebt die Menschen – aber nicht die Sünde. Daher sandte er Jesus, machte ihn selbst zur Sünde und wandte sich schließlich von ihm ab. Sein Tod und seine Auferstehung überwinden die Sünde, nehmen sie weg.

Ich denke an Bileam. Gott sagte nein zu seinem Vorhaben. Dann fragte er nochmals – und Gott schien plötzlich einzuwilligen, aber für sein Handeln ereilte ihn die verdiente Strafe. Er hatte bewusst gehandelt und Israel zur Sünde verleitet. Deshalb sein Tod.

Wenn ich alle Möglichkeiten habe, Gott zu erkennen und ich weigere mich, ihm die Ehre zu geben, kann es ein, dass Gott mich eben in meinem Eigensinn den Kopf einrennen lässt – um mir so nochmals die Chance einer Umkehr, vielleicht im allerletzten Augenblick zu gewähren.

Eine junge Frau aus unserer Gemeinde wird von ihren Eltern gebeten, sofort nach Hamburg zu kommen. Dort lag in einer Klinik ihr Bruder an AIDS erkrankt. Der Mann hatte eines Tages seine Familie verlassen um mit einem Mann zusammen zu leben. So traf ihn seine Schwester, die ihm die Rettung durch Jesus zeigte. Täglich verlangte er danach, dass seine Schwester ihm Gottes Wort vorlas. Und bis in seine letzten Tage wusste er, dass Jesus ihn heilen konnte. Sein Partner reiste von Amerika an um ihn zu pflegen. Er starb, erblindet, an einer Lungenentzündung, aber gerettet und getröstet. Was aus seinem Partner wird, wissen wir nicht. Aber der Bruder jenes Mädchens ist erlöst.
Wenn Gott den jungen Mann auch die Folgen seines Handelns erleben ließ, hat er ihm doch die Möglichkeit der Errettung durch Jesus bis zum allerletzten Augenblick offen gelassen. Für mich heißt das: solange ein Mensch hier lebt, gibt es noch eine Möglichkeit der Rettung und ich werde nicht aufhören für Menschen einzustehen. Es wird aber keiner zu seinem Heil gezwungen, auch das sagt die Bibel sehr deutlich.

Nochmals kurz zu Bileam. Sein Irrtum allein genügte ihm nicht, er verleitete Israel bewusst zur Sünde. Das scheint mir ein Merkmal jener Menschen zu sein, die bewusst das Gnadenangebot Gottes in den Wind schlagen: sie versuchen andere mit ins Verderben zu ziehen.

Willy



 


 

 

  Jude -- Nichtjude

Römer 2

Dieses Kapitel kann ich nur dann verstehen, wenn ich mir vor Augen halte, was ein Jude eigentlich ist. Gott hat Abraham gerufen und ihn ins Land Kanaan geführt. Abraham kannte kein Gesetz, aber er lebte in enger Gemeinschaft mit seinem Gott – ohne Gesetzesvorschriften. Mit Moses begann eine neue Zeit. Gott gab dem Moses das Gesetz. Dieses ist zwar unerfüllbar, aber von Anfang an wies Gott immer wieder auf den Erlöser hin, der Sünde wegschafft. Er zeigt einen neuen Weg auf, den Weg, den schon Abraham beschritten hatte: den Weg des Glaubens.

Hier in diesem Kapitel zeigt Gott ganz klar, dass im Grunde kein Unterschied zwischen Menschen aus den Nationen oder den Juden besteht: Wer das Gesetz kennt, erhält sein Urteil nach dem Gesetz. Wer aber nicht unter dem Gesetz lebt, aber nach seinem Gewissen richtig handelt, wird eben ohne Gesetz sein Urteil kriegen.

Also, woher hole ich das Recht, mich über einen andern Menschen zu stellen? Das Gesetz verbietet sowohl das Stehlen, wie auch das Ehebrechen. Stehle ich, habe ich keinen Grund, mich über den Ehebrecher zu stellen, denn ich habe genauso Gottes Gebot übertreten.

Was wir beide, Jude oder Nichtjude somit brauchen ist GNADE.



 


 

 

Römer 3


Wenn ich wissen will, was Gnade für mich bedeutet, muss ich erst einmal über die Größe meiner Schuld im klaren sein.

Als ich die Schule für Sozialarbeit besuchte, versuchte ein Dozent uns immer wieder weiszumachen, dass es Schuld nicht gibt und dass Schuldgefühle etwas seien, das die Christen anderen Menschen aufzubrummen versuchten. Das führte zu manchem Wortgefecht der wenigen Christen auf der Schule mit unserem Rektor.
Schuld ist aber ein ganz realer Faktor im Leben jedes Menschen und es spielt auch keine Rolle, ob ich meine Schuld als groß oder klein empfinde. Hier macht mir die Bibel klar, dass es den Menschen nicht gibt, der Gott gegenüber nicht in Schuld steht.
Ich denke an das Gleichnis vom ungetreuen Knecht, der zur Rechenschaft gezogen wurde. Seine Schuld ging in die Millionen und er hätte sie seinem Chef nie abstottern können, aber er erließ ihm alles, als er um Gnade flehte. Er werde alles zurückzahlen, sagte er. Ach ja? Der hatte ja keine Ahnung von der Größe seiner Schuld! Sie wurde ihm erlassen.

Und ich? Bin ich in meinen Augen besser als mein Nachbar? Der mag ein Ehebrecher sein – aber ich lüge. Und beides sind wir Übertreter der göttlichen Regeln...

Paulus folgert deshalb: Alle haben gesündigt, das Ziel verfehlt, sind zu kurz gekommen, und werden ohne Zutun des Gesetzes aus Gnade gerechtfertig allein durch den Glauben. Das ist ein Geschenk, das Juden und Nichtjuden gleichermaßen angeboten wird.

Was heißt aber Rechtfertigung? Das bedeutet, dass Gott das Opfer Jesu auf Golgatha mir anrechnet und mich , wenn ich dieses Opfer für mich in Anspruch nehme, anschaut als hätte ich nie im Leben gesündigt.

Willy



 


 

 

  Römer 4

Wir sind Abrahams Kinder!Dieser Satz wurde Jesus auch vorgehalten, doch darauf ist Jesus nicht so eingegangen, wie es sich die frommen Juden vorgestellt hatten. Sie wollten sich auf Abraham als ihren Stammvater berufen und zugleich ihre eigene Gerechtigkeit erlangen. Jesus sagt diesen Leuten unmissverständlich: ihr seid nicht Abrahams Kinder, sondern ihr gehorcht eurem Vater, dem Vater der Lüge.

Hier spricht Paulus genau diesen Punkt an. Abraham glaubte Gott bevor er das Zeichen der Beschneidung empfing. Die Beschneidung war quasi die Bescheinigung, dass sein Glaube ihn rechtfertigte.

Abraham war felsenfest davon überzeugt, dass Gott tun konnte, was er versprach. Und das durfte er auch erleben.

Wie ist nun das Verhältnis Glaube -- Werke? Jakobus sagt es drastisch: zeige mir deinen Glauben ohne Werke, so zeige ich dir meinen Glauben an meinen Werken. Daran gibts nichts zu rütteln. Aber diese Werke bewirkt bereits mein Glaube. Diese haben rein gar nichts mit meiner Rechtfertigung zu tun. Meine Rechtfertigung steht und fällt mit dem Tod und der Auferstehung Jesu -- und sie bewirkt in meinem Leben Früchte dieser Gerechtigkeit, die eben nicht wegen meinen gerechten Taten sondern wegen Jesu Opfer in mir zum tragen kommt.

Dass dieser Glaube aber Früchte bringen muss ist auch sonnenklar. Sonst sind wir sehr schnell da, wo man mir vorhalten kann, mein Leben schreie lauter als meine Worte...

Willy



 


 

 

  Römer 5

Wir sind gerecht geworden... durch den Glauben. Gerecht gemacht heißt nicht nur begnadigt. Es heißt, dass Gott mich anschaut, als hätte ich nie im Leben gesündigt.

Uhu, ein verrufenes Drogenlokal in Bern. Im dichten Rauch sitze ich da. Bei mir sitzt ein Junge, ausgemergelt, von der Sucht gezeichnet. „Komm mir nie mit der Bibel! Ein Buch, das vor Jahrhunderten geschrieben wurde hat mir in dieser Zeit doch nichts zu sagen...“ Babylon hatte wieder den Mund voll genommen. Doch im weiteren Gespräch ergab sich folgendes: „Jesus war Gottes Sohn. Er wurde wegen der Sünde der Menschen hingerichtet. Das ist das, was Du verdient hast.“ „Ja, stimmt.“ „Wenn Du nun zu Gott kommst und ihn um Jesu Willen um Vergebung bittest, dann schaut dich Gott an, als hättest Du nie eine Dummheit gemacht.“ „Hmmm, dann ist das wie eine neue Geburt?“ „Ja, Babylon, und dieses Wort braucht die Bibel für dieses Erlebnis. Ich habe es nur in meinen Worten gesagt!“

Paulus zeigt aber in diesen ersten Worten in diesem Kapitel noch weit mehr. Er spricht davon, dass das Evangelium nicht einfach eine Schönwetterbotschaft ist. Er spricht davon, dass es eine Kraft ist gerade in schwierigen Zeiten. Einige Worte wurden für mich zu ganz wichtigen Schlüsselversen: ...denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Was bedeutet das konkret? Ja, dass es einen untrüglichen Maßstab gibt, ob ein Mensch wirklich im Geist getauft ist oder nicht: nicht das Sprachenreden oder irgend eine der Geistesgaben ist der Maßstab. Das Maß ist die Geistesfrucht , die Liebe, die aus meinem Leben anderen Menschen zuströmen darf. Und da zeigt Paulus etwas ganz interessantes auf: er spricht von Geduld, von Trost den er selbst empfangen hat.

Kennst Du das: Herr, ich brauche Geduld, kannst Du mir nicht heute ganz viel davon geben?... Ja, Geduld zu haben wäre etwas, aber wie werde ich geduldig, wenn ich nicht Zeit habe, zuerst mal etwas zu erhoffen?

Ich will andere trösten. Geht nicht, wenn ich die Probleme, die Nöte dieser Menschen nicht selbst erfahren habe. Denn nur den Trost kann ich weitergeben, den ich selbst in einer solchen Situation erlebt habe.
Damit kommen wir doch dahin, wo wir merken müssen: wenn wir nicht zu einer klingenden Schelle oder einem hohlen Ton werden wollen, müssen wir es eben zulassen, dass Gott uns auch mal in die Enge führt.

Willy



 


 

 


  Römer 5

...ein Mensch hat gesündigt -- und alle rutschten mit in die Sünde hinein. Ganz einfach fing es an: Sollte Gott gesagt haben? Zweifel an Gottes Wort waren der Grund für die Sünde, die den Menschen den Garten Eden verschloss. Aber schon damals hat Gott den Retter verheißen, der den Kopf der Schlange zertreten wird.

Paulus zieht hier die Parallele. Durch die Sünde des einen Menschen kamen alle Menschen unter den Fluch der Sünde. So brauchte es auch nur den einen Gerechten, Jesus, den Sohn Gottes, der freiwillig in den Tod ging, um die gerecht zu machen, die sein Opfer in Anspruch nehmen. Er ist um meiner Sünde willen gestorben und um der Rechtfertigung willen auferweckt.
So ist mein Leben neu geworden. In diesem neuen Leben wirkt nun die gleiche Kraft, die Jesus aus dem Grab hervorgeholt hat. Und das muss sicht-, hör- und spürbar werden!

Bisher bezogen sich Pauli Worte auf die Zeit vor dem Gesetz des Moses. Ja, was macht denn nun das Gesetz, das da zwischenzeitlich reingerät? Wäre es nicht überflüssig, wenn wir schon unsere glaubensgrundlagen vor dieser Zeit aufgezeichnet finden?

Paulus sagt, durch das Gesetz wird die Sünde nun als überaus sündig erkannt. Also sollte das Gesetz eigentlich auch als Wegweiser und Laufbeschleuniger zu Jesus hin erkannt werden. Und Jesus kann niemals als Freipass zur Sünde gelten, vielmehr sollten die Gesetze uns zeigen, welch wunderbare Gabe wir in Jesus haben.

Willy



 


 

 

  Römer 6

Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch abgestorben sind? Ja, eine ganz wichtige Frage.

Vorweg ein Bild: Die Zwillingsbrüder hatten die gleiche Erziehung genossen, doch lebten sie sich mit der Zeit auseinander: der eine kam auf die schiefe Bahn, während der andere mit Jesus lebte.
Während etlicher Zeit versuchte der Christ seinen Bruder zu gewinnen, vergeblich. Dann geschah das schreckliche. Hans hatte einen Menschen umgebracht und die Häscher waren ihm auf den Fersen. Atemlos kam er zu Martin: du musst mir helfen. Verstecke mich! Ich habe keine Zeit mehr... Martin wechselt mit seinem Bruder die blutverschmierten Klamotten und versteckt ihn. Als die Häscher kamen schleppte man den Unschuldigen zur Richtstätte, wo er gleichentags enthauptet wurde.
Als Hans vernahm, dass Martin verurteilt war, begab er sich zum Gericht und flehte um das Leben seines Bruders. Aber der war bereits hingerichtet worden. Der Richter aber erklärte: dein Bruder hat die Schuld gesühnt. Ich kann nun keinen zweiten verurteilen. Führe du das Leben deines Bruders weiter!

Paulus zeigt uns, was mein Entschluss, Jesus in der Taufe zu folgen bewirken muss: In der Taufe -- ich spreche von Glaubenstaufe, zu der ich mich persönlich entschieden habe -- mache ich mich mit Jesu Tod eins. Ich erkläre, dass ich eigentlich diese brutale Hinrichtung verdient habe. Doch wie Jesus nicht im Tod blieb, werde ich in der Taufe nicht ertränkt -- ich darf zu einem neuen Leben mit Jesus aufstehen.

So lasst nun nicht länger die Sünde herrschen in euren Leben... Ihr wart Knechte Satans -- nun habt ihr den Chef gewechselt! Und wen der Sohn freimacht, der ist ganz, recht 100% frei.

Mir ist klar, dass mir manch ein Fetzen aus dem alten Leben anklebt. Aber je näher ich Jesus komme, je inniger meine Gemeinschaft mit Jesus ist, desto mehr verschwinden die alten Verhaltensmuster. Und ich darf wirklich im neuen Leben stehen.

Hier zeigt uns das Wort auch klar wie Freiheit zu verstehen ist. Ich bin nicht freigekauft, um zu tun und zu lassen was ich will . Ich habe die Freiheit von Fesseln erlebt. Ich bin befreit um mich Gott zur Verfügung zu stellen und für ihn dazusein. Ich bin also frei zu tun was Gott gefällt. Dieses neue Leben ist Gottes Gabe in Jesus an uns!



 


 

 

  Römer 7

Was wir nie vergessen dürfen ist, dass die Gemeinden zur Zeit des Paulus einen jüdischen Kern hatten. Wo Paulus hinkam verkündigte er zuerst in den Synagogen das Evangelium. Erst wenn die jüdische Gemeinde seine Botschaft verwarf, trennte er sich von der Synagoge. So liegt es aber auch nahe, dass Paulus sich immer wieder zur Wehr setzen musste, weil viele seiner Leute Gefahr liefen, in Gesetzlichkeit abzudriften. Dazu kam der Religionsmischmasch, den die Gnosis verbreitete. Auch hier musste ein Riegel vorgeschoben werden.

Hier spricht Paulus insbesondere Menschen an, die unter dem Gesetz gelebt hatten. Und wie er an anderer Stelle das Verhältnis der Gemeinde zu Jesus mit dem Bild der Ehe beschreibt, bringt er auch hier diesen Vergleich. Solange du lebst bist du durch das Gesetz an deinen Partner gebunden. Wenn dieser stirbt, bist du frei einen anderen zu heiraten. Nicht anders ist es jetzt: Du hast deinen Patron, den Satan nur verlassen können, weil du mit Jesus in den Tod gegangen bist. Anders ausgedrückt: in der Taufe erkläre ich, dass der Tod, den Jesus gestorben ist genau das ist, was ich mit meinem sündigen Leben verdient habe. Ich sterbe in der Taufe mit Jesus um dann mit ihm in einem neuen Leben zu wandeln. Mit dem Tod hören aber die Ansprüche meines früheren Vorgesetzten auf. Er hat kein Recht mehr an mir: Jesus hat mich mit in den Tod genommen und wie er auferstanden ist, stehe ich in einem neuen Leben. Hier darf ich für Gott Frucht bringen, das bedeutet: ich darf in Gemeinschaft mit ihm leben und seine Liebe ausstrahlen.

Es geht aber nicht allein um die Herrschaft Satans. Es geht auch um die Herrschaft des Gesetzes über uns. Du sollst – du sollst nicht. Es gibt aber eine Lesart der Gebote die „du wirst – oder du wirst nicht“ besagt. Mit du sollst kann ich einen Menschen erschlagen. Wenn aber Gott zu mir sagt: wenn ich dein Gott bin, wirst du mich lieben und keine Götzen neben mir haben, da sieht das schon ganz anders aus.
So sieht für mich die neugewonnene Freiheit aus.

Paulus sieht sich aber auch in einem Zwiespalt: ihm ist klar, was Gott von ihm erwartet, und er sieht anderseits auch, dass er das nie aus seiner Kraft schafft. Das gipfelt im Ausruf: Ich elender Mensch... Gott sei Dank, durch Jesus schaff ich’s. Weil Jesus all das für mich getan hat, krieg ich auch Kraft, mich immer neu nach ihm auszurichten.

Willy



 


 

 

  Römer 8

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in christus Jesus sind. Oder anders ausgedrückt: Es gibt nun nichts verwerfliches mehr an denen, die in Christus Jesus sind.

Wie kann ich das verstehen? Lasst mich J.P.Kolenda, einen meiner Lehrer zitieren: Was bedeutet es, in Christus verborgen zu sein? Schaut her: Opa Kolenda nahm ein Blatt Papier, faltete es, legte es in seine Bibel und steckte sie in die Jackentasche. Und, könnt ihr das Blatt Papier noch sehen? Nein! Genau so ist das gemeint: Du kommst zu Jesus mit deiner Bitte, und dieser kommt zum Vater. „Vater, für ihn bin ich gestorben, er baut auf mein Werk, bitte Vater, schau mich an, ich habe seine Schuld getragen. Lass ihn laufen, damit er nun dich verherrlicht.“ Und der Vater? Der sieht Jesus und sein Versöhnungswerk. Du bist darin verborgen!

So verstehe ich diese Verse zu Beginn dieses Kapitels.

Willy



 


 

 

  Römer 8, 12-17

Dass in mir zwei Naturen hausen, kenn ich und ich habe mich jeden Tag neu zu entscheiden, ob ich meinem "Fleisch" d.h. meinen Gefühlen, meinem Verstand, meinem Willen einfach durchweg nachgeben will, oder ob ich mich zuerst mal mit Gefühl, Verstand und Willen unter die Herrschaft Jesu stellen will. Nur wen der Sohn frei macht, der ist recht frei!!
Von diesem Kampf hängt mein Leben ab! Luther übersetzt: welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Andere sagen statt treiben leiten, führen. Sehr deutlich finde ich die Feststellung, dass es sich hier nicht um einen knechtischen Geist handelt: es geht um einen Geist der Kraft, der Liebe der Besonnenheit, anders gesagt der gesunden Vernunft. Ja, es ist so, dass das Evangelium das denken durchaus erträgt!! Und es ist ein kindlicher Geist: da darf ich mich wirklich an Gottes Rockzipfel hängen und abgucken, wie er meine Probleme angeht. Und wenn dieser Geist in mir wohnt --also nicht allein Gastrecht hat!! -- weiß ich auch mit aller Gewissheit, dass ich Gottes Kind bin. Aber Kinder sind auch Erben -- Erben aller Vorrechte, die Jesus als der erste Sohn hat.
So habe ich einen Rechtsanspruch auf alle Zusagen Gottes.

Willy



 


 

 

  Römer 8,18-30

Paulus ist ein Praktiker, auch wenn er seine Lehre hier recht detailiert aufzeigt.

Eben hatte er unser Erbe in der Herrlichkeit angesprochen -- und schon geht er zu unserem Alltagsleben über. Hier sieht vieles eben noch alles andere als herrlich aus. Nicht allein wir Menschen, die gesamte Schöpfung leidet an den Folgen des Sündenfalles. Aber hier geht Paulus auf ganz persönliche Führungen ein. Das Leben mit Jesus ist oftmals ein Leben in Bedrängnis. Stellen wir uns nur mal die strapaziösen Reisen vor, die Paulus und seine Mitarbeiter unternahmen. Doch nicht allein das: sie erlebten auch Widerstand bis hin zur Steinigung. Warum? Gott hätte ihnen doch all das Leid ersparen können. Aber sag mal, wie lerne ich Geduld, wenn ich nie warten muss? Was bedeutet mir Hoffnung, wenn ich niemals die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung erlebe? Wie soll ich einem Menschen helfen, der alles verliert, wenn ich nie einen Verlust erlebt habe? All das ist es nicht wert, verglichen mit meinem Ziel, der Herrlichkeit.

Und hier zeigt sich die Bedeutung der Taufe im heiligen Geist. Wenn der Geist Gottes mich erfüllt, kann ich all das, was mich zu erdrücken droht, zu Gott bringen: der Geist vertritt michmit Worten, die ich von mir aus nie aussprechen könnte. Da bin ich so dankbar für das Sprachengebet. Zwar verstehe ich da nicht, was ausgesprochen wird, aber der Geist vertritt mich und sehr oft empfange ich tiefen Frieden und ich erlebe oft gewaltige Gebetserhörungen, gerade wenn ich in Sprachen bete.

Dieser Abschnitt gipfelt in Vers 28: Denen, die Gott lieben -- ihn also an die erste Stelle setzen in ihrem Leben -- müssen -- obligatorisch und unbedingt -- alle Dinge zum Besten dienen. Wem? Denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Mit diesem Nachsatz hatte ich lange meine liebe Mühe. Da gibt es scheinbar doch eine berufene Elite... Nein! Wer ist zu Frieden und zur Einheit mit Gott berufen? Alle, denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen -- aber es gibt nun auch einige, die sich keinen Deut darum kümmern, mit Gott versöhnt zu werden, ja, sie stellen Gottes Liebe in Frage. Und da kommt wohl der Punkt, wo Gott sagen muss: ich habe um dich gerungen, aber du hast nicht gewollt. So wird Gott niemanden zu seinem Glück zwingen. Doch wer Gott an die erste Stelle in seinem Leben setzt, findet auch heraus, dass es nichts gibt, was sich zwischen Gott und ihn hineinschieben kann.

Willy



 


 

 

  Römer 8, 31-39

Was sollen wir nun sagen? Ja, meine Lieben, auch mir bleibt hier nur noch das Jubeln darüber, dass mein Gott sich ohne jeden Abstrich voll und ganz hinter mich stellt, mich festhält und jederzeit durchträgt.

Oder kennst Du den Vater, der seinem Kind sagt: Nun sagte ich es Dir zweimal, dass Du diese Dummheit nicht wieder tun sollst. Ich habe jetzt deine Sachen gepackt. Geh wohin du willt. Du bist nicht länger mein Kind!? Den Mann kann ich mir nicht vorstellen. Gott handelt auch nicht so. Klar, wenn ich immer wieder den gleichen Quatsch biete, werde ich wohl Konsequenzen aus meinem Tun ziehen und Umwege gehen müssen. Wenn ich aber zu Gott komme und ihm meine Sünde bekenne, so ist er treu und gerecht, dass er mir vergibt und mich reinigt, d.h. hilft, dass ich nicht wieder ins gleiche Näpfchen trete.

Aber eines ist ganz sicher Nichts und NIEMAND kann mich aus Gottes Hand reißen. Nichts Hohes und nichts Tiefes, nichts, was mir hier begegnet wird mich von der Liebe Gottes trennen können. SEINE LIEBE IST MIR GEWISS!
Wenn ds kein Grund zum JUBELN ist?!

Willy



 


 

 

  Römer 9 – 11

Hier geht es um Gottes und unser Verhältnis zu Israel. Diese Kapitel sind nicht immer leicht zu begreifen und ich will versuchen eine verständliche Sprache zu finden. Auf jeden Fall müssen wir das bereits erarbeitete vor Augen behalten.

Gottes Liebe gilt allen Menschen, zu allen Zeiten und in jedem Volk. Israel sollte ja Gottes Schaufenster sein, mit diesem Volk wollte er den Menschen sagen: Schaut her, so bin ich!!

Schwierigkeiten bereiten oft Worte wie Jakob habe ich geliebt Esau jedoch gehasst. Das sieht doch nach Ungerechtigkeit aus. Aber wenn wir die Situation sehen, war es doch vielmehr so, dass sich Esau keinen Deut um sein Erbe kümmerte – bis er es eben verpasst hatte.

Das mit Abrahams Söhnen ist vielleicht leichter zu verstehen: Gott hatte Abraham einen Sohn verheißen und Abraham griff zur Selbsthilfe, als er älter wurde und der verheißene Sohn immer noch nicht da war. Dieses eigenmächtige Handeln konnte Gott nicht akzeptieren. Dennoch sagte er schließlich zu, dass auch Ismael zu einem großen Volk werden sollte. Ist es geworden, aber er ist heute einer der erbittertsten Feinde Israels...

Ich glaube aber, gerade am Beispiel des Pharao können wir lernen. Pharao wusste genau um den Gott Israels. Aber er verschloss sich selbst – bis Gott schließlich sagte, es sei genug. Welchen Sinn machen sonst die ganzen Wunder, die Moses vor den Augen Pharaos machte? Gott hätte ihn noch so gern gerettet, schließlich will er doch, dass alle Menschen die Wahrheit erkennen. Aber er wollte nicht – bis er eines Tages auch nicht mehr konnte.

Nun zum heutigen Israel. Es war Ephraim Kishon der sich so ausdrückte: Wir sind Gottes Volk. Das ist eine Tatsache, die wir seit 4000 Jahren abzuschütteln versuchen, aber das gelingt uns nicht!

Leider haben die Juden das Gesetz missverstanden. Es hätte ihnen zeigen sollen, dass sie mit all ihren Anstrengungen, das Gesetz zu erfüllen, nie und nimmer vor Gott gerecht werden könnten.
Dennoch bleibt Israel Gottes auserwähltes Volk. Und wenn nun Gott sich den Heidenvölkern zuwendet, tut er das eigentlich um das Volk Israel zum nacheifern zu bewegen.
Israel hat den Messias nicht erkannt. Gott öffnet nun auch uns die Tür zum Heil. Dazu haben wir Zutritt, wenn wir die Gnade in Jesus ergreifen.

Dass nun aber in Israel einige geschieht möchte ich euch zeigen. Eine Bekannte von mir reiste erstmals 1936 nach Israel als Missionarin aus. Sie, eine waschechte Jüdin, wurde nur zu oft mit Tomaten und Eiern beworfen und sehr gemein behandelt. Zu beginn der 90ger Jahre aber erhielt sie immer wieder Briefe jüdischer Studenten, die um Neue Testamente baten, denn sie möchten von Jesus und seinen Jüngern lernen. Ein Hunger nach Gottes Wort war die Antwort auf jahrzehntelanges Beten.

Ganz wichtig ist für mich: Wir sind eingepfropft in den Ölbaum Israel. Das geschah nicht umgekehrt. Das Heil kommt von den Juden und ich werde mich hüten je etwas gegen Israel zu sagen, denn Gott wird einen Rest seines Volkes retten, herausholen und herrlich machen.

Du willst Segen erleben? Dann segne Israel! Du verlangst nacht Trost? Tröste Israel! So einfach ist das, denn wer Israel segnet, wird gesegnet sein!

Ein sehr wichtiger Satz, der mir in vielen Schwierigkeiten hilft steht hier in Kap. 11: Gottes Gaben und Berufungen können ihn nicht gereuen.
Gott hat dich gerufen, berufen in eine bestimmte Aufgaben. Das wird er nie zurückziehen. Und er gibt dir auch die nötigen Gaben um dieser Berufung gerecht zu werden. Aber das muss ich auch allen anderen zugestehen, auch Israel.

Momentan gleicht Israel noch dem Feld mit den dürren Knochen, das Hesekiel sah – aber Gott wird sich dort eine Armada schaffen, die jede bisherige Heeresmacht in den Schatten stellen wird. Israel wird zum geistlichen Leben erwachen, und das sehr bald!

Willy



 


 

 

  Römer 12

Hier in den ersten Versen dieses Kapitels räumt Paulus mit der irrigen Meinung auf, dass der Leib mit dem geistlichen Leben nichts zu tun habe. Diese Auffassung, die Schule der Gnosis, behauptet, der Leib sei ohnenhin so verdorben, dass er für geistliche Sachen überhaupt keine Bedeutung haben könne. Dem widerspricht Paulus, indem er hier klarstellt, dass wir unsere Leiber rückhaltlos Gott zur Verfügung stellen sollen und er nennt das den vernünftigen Gottesdienst.
Das muss im griechisch geprägten Umfeld seiner Zeit wie eine Bombe eingeschlagen haben. Darf ich den Vers mal umgekehrt betrachten? (das mach ich ja sooo gern!) Gebt euch mit Haut und Haar Gott hin. Jede andere Art von Gottesdienst ist doch unvernünftig!!

Wie das nun praktisch aussieht erklären uns die folgenden Verse. Ja, was macht meine Hingabe für Sinn, wenn ich mich dann über andere stelle?
"Der Herr hat mir dieses und jenes über Dich gesagt," sagte er zu mir und dann berichtete er mir alles mögliche. "Stop mal, ich möchte wissen, welcher Herr Dir das alles gesagt hat, hieß der nicht Wahli?" Das war der Name jenes Mannes. Meine Antwort war sicher nicht, was man demütig nennt, aber jener Mann war geheilt.
Paulus erinnert uns daran, dass Gaben Geschenke Gottes an die Gemeinde sind und dass wir sie unserem Glauben gemäß anwenden sollen.

Ich erinnere mich gut an ein Ereignis an einer Bibelwoche in Schweden. Ein junger Mann schritt zum Podium und wetterte los, welche Schande es sei, dass in unserer Mitte eine Frau im Rollstuhl sei. "Ich werde mt dieser Frau beten und sie wird gesund werden!" Da stellte sich der alte Pionier Levi Petrus neben ihn. "Ich hörte heute früh, dass Du Zahnschmerzen hast. Stimmts?" "Ja", bekannte der junge Mann kleinlaut. "So?! Dann beten wir doch vorerst mal dafür. Später, wenn Dein Glaube gewachsen ist, kannst Du dann auch die schweren Brocken anfassen!" Glaube ist nicht das, was aus eine momentanden Stimmung oder Laune heraus kommt. Glaube ist wie ein Samenkorn das lebt. Es liegt im Boden, doch wenn es die idealen Bedingungen bekommt kann es ganz langsam zu einem Plänzchen, ja zu einem Baum heranwachsen. Für die Bedingungen bin ich verantwortlich, das Leben aber ist ein Geschenk Gottes. Und dieser Glaube wächst unaufhörlich, wie ein Baum jedes Jahr einen Jahrring zulegt...

Genauso ist es mit dem Gebrauch der Geistesgaben. Wie in einem Körper viele verschiedene Organe sind, die alle funktionieren müssen, kann auch die Gemeinde nur dann optimal funktionieren, wenn jedes Glied seinen ihm bestimmten Platz einnimmt und sich nicht überhebt. Nase und Fuß haben je ihre Aufgaben, die sehr verschieden sind. Doch beide sind aufeinander angewiesen, auch wenn sie sich gegenseitig nicht riechen mögen. So darf ich auch keinem meine Form oder Aufgaben aufdrängen -- der andere könnte so nicht seinem Glauben gemäß leben!

Ab Vers neun geht es ums praktische Gemeindeleben. Ich bin nicht wenig erschrocken, dass Paulus hier mahnen muss, dass die Liebe nicht geheuchelt sein soll. Waren denn da noch Lügen vorhanden, Heuchelei, Unaufrichtigkeit? Wie oft stellen wir das fest, leider.
Paulus verfällt hier in Telegrammstil, als wolle er so viel wie möglich in diesen Abschnitt hineinpacken. Seid nicht träge... seid brennend im Geist, dient dem Herrn. (Wem denn sonst...?) und so geht es in diesem Abschnitt weiter. Freut euch... haltet aus im Gebet!
Wenn deinen Feind hungert...

Erino ist ein Original. Eines Nachts kam er gegen zwei Uhr früh vom Godi nach Hause. Da vernahm er ungewöhnliche Laute in seinem Garten: Dort stieß er auf zwei Männer, die gerade seine Brennholzvorräte auf einen Wagen luden. Erino gesellte sich zu ihnen und half ihnen beim beladen ihres Gefährts. Dann bat er sie in seine Küche und stellte ihnen ein Fühstück hin. Ziemlich verlegen griffen sie zu, weil Erino sie drängte. Nach dieser Stärkung ging Erino schlafen. Als er am Morgen nachschaute, war sein ganzes Holz wieder fein säuberlich an seinem Ort, die Männer hatten es wieder zurückgegeben...

Denen hats wohl unter den Nägeln gebrannt... Dazu bleibt nur zu sagen: ..und überwinde das Böse mit Gutem!

Willy



  Römer 13

Ein Kapitel, das es in sich hat! Ich entwickle meine Gedanken mal vom Ende des Kapitels her. Warum? Die Verse 11-14 bestimmen doch meine Haltung gegenüber meinen Mitmenschen und gegenüber der Obrigkeit.

...zieht den Herrn Jesus an... Nun, das kann ich wohl auf verschiedene Arten tun: überstülpen wie eine Maske – und bald sehe ich, dass der Lack schnell angekratzt, die Maske schnell zerfetzt ist. Was herauskommt kennen wir. Das also kann nie gemeint sein. Nein, man könnte diesen Vers frei übertragen: lasst Euch vom Wesen Jesu erfüllen und überdecken. So wird euere Umgebung Jesus in euch erkennen. Warum ist das so nötig? Erkennen wir die Zeichen der Zeit? Kriege, Kriegsdrohungen, kein Friede ist auf dieser Erde – das ist der Anfang vom Ende, wie Jesus unsere Zeit beschreibt. Wenn er uns sagt, wir sollen uns reinigen und fertig machen zur Hochzeit, so soll diese Erwartung auf den Tag der Erlösung unsere Haltung anderen Menschen gegenüber bestimmen.

Verse 8-10: Paulus fasst das Gesetz hier zusammen im Gebot der Liebe. Gegen Menschen, die in der Liebe handeln, hat das Gesetz nichts einzuwenden.
Wir haben vor kurzem über ein neues Grundgesetz abgestimmt. Meint ihr, dass ich dieses Werk zuerst in allen Details gelesen hätte? Nein! Ich kenne auch nur sehr wenig Details aus dem Strafgesetzbuch. Wozu auch? Da gibt mir Gottes Wort genug Anweisung, ohne dass ich jedes Jota aus diesen Gesetzen kennen muss... Peter ist Anwalt und hat ein eigenes Büro. Kürzlich bat ich ihn um eine Auskunft und fragte ihn, ob er denn die ganzen Gesetze kenne: „Nein“, lachte er, „ist nicht nötig, aber ich kenne viele Lücken...“

Aber nun möchte ich doch auf den schwierigsten Teil dieses Kapitels, die Verse 1-7, eingehen. Zuerst dachte ich an das Römische Reich und fragte mich, wie es da um meine Loyalität diesem Reich gegenüber wohl gewesen wäre. Wenn ich aber den Abschnitt anschaue, geht es hier um rechtsstaatliche Regeln, wie Ausübung der Justiz, Steuern, Zölle u.s.w. Aber wie wird das in einem Staat, der Christen verfolgt und sich Macht anmaßt? Solange der Rechtsstaat funktioniert, kann ich nach dem Gebot der Liebe handeln und brauche mich dann nicht zu fürchten. Wo aber diese Maßstäbe nicht mehr gelten – auch das sehe ich bei Paulus – ist ziviler Ungehorsam durchaus angebracht. Da werden wir uns von Fall zu Fall leiten lassen.

Willy



 


 

 

  Römer 14

Nachdem uns Paulus klar zeigt, dass unser Leben einfach transparent, im Licht, sein muss, zeigt er uns in diesem Kapitel, wie wir mit dem Gewissen unserer Brüder und Schwestern umgehen sollen.
Den Schwachen im Glauben nehmt an und verwirrt sein Gewissen nicht.

Ich geh mal gleich zur Praxis über. Ich habe eine Verwandte, ein wunderbares Gotteskind. Aber diese Frau hält unbedingt von Freitag abends bis Samstag abends Sabbat, isst viele Speisen nicht, weil sie das nach ihrer Erkenntnis für Sünde hält. Sie weiß, dass ich es nicht so halte. Niemals würde ich nun dieser Frau Schweinefleisch kochen oder sie am Samstag um irgendeine Handreichung bitten. Damit würde ich bei ihr einen Gewissenskonflikt auslösen. Und über diese Dinge sprechen wir kaum, denn streiten über Gewissensfragen finde ich unnötig.

Paulus mahnt da nicht umsonst, wir sollen da vorsichtig sein. Zudem würde ich mich zum Richter aufspielen über den Diener eines anderen. Das geht ja nicht an.

Wir leben für unseren Herrn, so oder so und ihm gegenüber bin ich Rechenschaft schuldig. Und da kommt mir Jesu Mahnung in den Sinn: Wer nun einen dieser Geringsten ärgert, dem sollte man einen Mühlstein um den Hals hängen... Warum? Ich bin doch frei? Ja, stimmt, aber meine Freiheit soll für meinen Bruder nicht zum Fallstrick werden. Und da hört in dieser Sache meine Freiheit um der Liebe willen auf!

Nichts ist an sich unrein – aber ich will meine Geschwister nicht ärgern mit meiner Freiheit. Ich möchte wirklich nicht Gottes Werk zerstören nur wegen einer Speise oder eines Wochentags. Darauf läge bestimmt kein Segen.

Zum Schluss gibt uns Paulus eine praktische Faustregel: statt zu grübeln ob etwas Sünde sei oder nicht, sagt er uns schlicht: alles, was nicht aus Glauben kommt ist Sünde. Und wie soll ich das verstehen? Wenn ich Zweifel habe, dass eine Handlung richtig ist, nehme ich Abstand davon, denn Glauben heißt, ich vertraue und bin felsenfest überzeugt, das richtige zu tun.

Willy



 


 

 

  Römer 15

Jede Gemeinde hat starke und schwache Glieder. Diese Schwachen sollen von den starken getragen werden. Wenn ich stark bin ist das kein Grund zum prahlen; oder kann ich was dafür, dass ich robuster bin als ein anderer? Nein Paulus weist uns darauf hin, dass es Gott gefällt, wenn wir danach trachten einander Freude zu bereiten.
Es ist das erste Mal, dass mir hier eine Formulierung auffällt. „Der Gott aber der Geduld und des Trostes...“ Hat nicht Gott eine unwahrscheinliche Geduld mit mir? Oh doch – und dann finde ich doch, mein Bruder sollte doch endlich kapieren, wie Gott es meint... Nein, hier steht vielmehr: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.
Wenn Gott den Juden gnädig ist, weil er es ihnen verheißen hat, dürfen wir Heiden hinzutreten, weil Gott barmherzig ist. Alles aber soll schließlich zu Gottes Ehre und Lob dienen.

In den Versen 14-21 Zeigt Paulus nochmals, welch ein Amt er von Gott bekommen hat. Nicht, dass er einfach Lehren herausbringt. Sein Ziel ist es, dass Menschen aller Schichten und Kulturen Gott durch Jesus in ihrem Leben verherrlichen.

Interessant finde ich auch die art, wie Paulus seine Reisen plant. Er plant, fragt Gott und handelt. Da kann es mal sein, dass ihm der Heilige Geist nicht erlaubt, gewisse Wege zu gehen – um dann aber andere Türen zu öffnen. Das ist passiert, als er in die Provinz Asia reisen wollte, Gott ihm aber den Weg nach Europa wies. Und wie war es mit der Reise nach Rom. Paulus machte sie, aber als Gefangener, der sich vor dem obersten Gericht in Rom, dem Kaiser persönlich zu verantworten hatte. Das war bestimmt kein angenehmer Weg: in einen römischen Knast. Wir werden später noch sehen, dass Paulus sehr wahrscheinlich nicht nur einmal als Gefangener nach Rom kam.

Gott erlaubt uns durchaus unser Leben zu planen. Aber wir tun gut, ihn zu fragen, damit wir unsere Pläne den seinen unterordnen können.

Willy



 


 

 

  Römer 16

Aus den abschließenden Worten dieses Briefes können wir noch etliches sehen. Da ist Schwester Phöbe, die im Dienst der Gemeinde in Kenchreä steht – andere übersetzen Gemeindeleiterin oder Mitglied der Gemeindeleitung. Sie war auch Mitarbeiterin des Paulus und dieser bittet die Gemeinde, sie aufzunehmen und mit allem Nötigen zu versorgen. Solche Empfehlungen waren besonders in Zeiten der Verfolgung sehr wichtig. Wer konnte ahnen, ob er sonst einen Verräter aufnahm.

Und dann vermittelt Paulus Grüße an Menschen, die mit ihm gearbeitet haben.

Noch eine Warnung vor Menschen, die Zwietracht in der Gemeinde säen. Es sind nicht selten brillante Redner, die gutgläubige Menschen an der Nase rumführen, weg vom Gehorsam gegen Gott.

Nach den Schlussworten bricht Paulus noch einmal ins Lob Gottes aus. Noch einmal betont er, dass er den Auftrag hat, Glaubensgehorsam aufzurichten unter den Nationen. Und nochmals gibt er Gott die Ehre.

Willy



 


 

 





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