...und wenn er Dein Sohn wäre?

Es war Nacht. Außen und innen. Nach seelsorgerlichen Gesprächen begab ich mich sehr spät auf den Heimweg. Eine halbe Stunde frische Luft...
Die Kornhausbrücke. Da vorne stand er und lehnte über die Brüstung hinaus. Bin ich sicher tot, wenn ich hier springe? Ich sah den Jungen. Alles in mir sträubte sich. Ich wechselte die Straßenseite um mit Abstand an ihm vorbei zu kommen. „Willy, würdest Du auch vorbei gehen, wenn Rico Dein Sohn wäre? Er ist doch erst 16!“ Als hätte gerade ein Blitz eingeschlagen blieb ich stehen, überquerte dann die Fahrbahn und schloss das stinkende Bündel Mensch in die Arme. Erst weinten wir eine Weile. „Rico, komm mit nach Hause.“ Große staunende Augen sahen mich an. Rico genoss ein Bad, während ich Abendbrot bereitete. Dann legte ich frische Kleider zurecht und bereitete ihm ein sauberes Bett. Wie lange hatte er das wohl nicht mehr genossen? „Willy, warum tust Du das?“ „Du bist wertvoll für Gott und für mich und wir haben Dich lieb. Du bist so wertvoll, dass Jesus für Dich starb.“

Was später aus Rico wurde weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Gott in jener Nacht an mir sehr viel getan hat.

Es war am Morgen des 8. März 2009. Ich lag noch ein wenig länger als sonst in meinem Bett als dieses Erlebnis so lebendig wie in jener Nacht vor meinen Augen stand. Ich sah die grossen, verzweifelten Augen des Jungen, roch den penetranten Gestank seiner Klamotten. Weinend erwachte ich. Wie viele Rico's warten auf einen Menschen, der sie in die Arme schließt, der zuhört und ihnen Hoffnung schenkt? Wenn er Dein Sohn wäre...

Ich konnte nicht frühstücken. Ich war zu sehr aufgewühlt. So setzte ich mich an die Orgel. Es war als ob Melodie und Text einfach nur in mein Herz hineinstolperten. Ich begann die Melodie zu spielen, zuerst den Chorus. Wie oft habe ich ihn gespielt und dazu den Text gesprochen! Original Rap, wenn man nicht mehr singen kann! Dann ging es genau so mit den Versen. So konnte ich die Not hinausspielen... und es entstand dieses Lied.

Ich wollte euch einfach an diesem Erlebnis teilhaben lassen.

Herr, ich habe keinen Menschen der mir hilft...

Chorus: Da steht ein Mensch, er ist verzweifelt.
Hörst du denn nicht den stummen Schrei?
Er sucht nach Halt, nach einem Menschen.
Öffne dein Herz und steh ihm bei!

1.Du gehst durch's Leben bist ganz zufrieden,
du hast in Jesus 'nen festen Halt.
Doch da sind viele, die sind getrieben,
sie suchen Liebe und bleiben kalt!

Chorus: Da steht ein Mensch, er ist verzweifelt.
Hörst du denn nicht den stummen Schrei?
Er sucht nach Halt, nach einem Menschen.
Öffne dein Herz und steh ihm bei!

2.Siehst du den Penner dort an der Ecke
sein letztes Geld wird zu Alkohol.
Doch in der rauhen, verkorksten Schale
da steckt ein Mensch, der schreit in Not!

Chorus: Da steht ein Mensch, er ist verzweifelt.
Hörst du denn nicht den stummen Schrei?
Er sucht nach Halt, nach einem Menschen.
Öffne dein Herz und steh ihm bei!

3.Doch du hast Frieden durch Jesu Leiden
du hast Vergebung, ja du bist frei.
Kannst Du an Menschen vorübergehen
die ganz verzweifelt um Hilfe schrei'n?

Chorus: Da steht ein Mensch, er ist verzweifelt.
Hörst du denn nicht den stummen Schrei?
Er sucht nach Halt, nach einem Menschen.
Öffne dein Herz und steh ihm bei!


© by Willy Hefti, 8. März 2009

Musik begleitet mich seit ich denken kann.

Mit zwölf Jahren bekam ich die erste Geige geschenkt. So setzte ich mich ein und lernte. Nach kurzer Zeit durfte ich die Musikschule besuchen und schaffte es auch bald in die Oberstufe. Heute sind mir meine Lieder immer wieder eine Stärkung. Mit einigen ging ich quasi monatelang schwanger. Ich hatte eine Melodie und fand keinen passenden Text. Doch plötzlich war er da und ich musste mich beeilen ihn nieder zu schreiben. Andere Male wurde mir ein Bibelvers groß und ich ging zum Keyboard und hatte auch gleich die fertige Melodie. Alles war da und passte.

Mein Freund Edwin hatte da ein Problem, kurz nachdem ich von Schweden zurückgekehrt war. Er hatte ein Lied im schwedischen Original und in der englischen Übersetzung. An einer Konferenz sollte ein Chor dieses Lied singen. Er kam aber mit der Übersetzung nicht klar und bat mich das zu übernehmen. Es war schwierig. Aber nach intensivem Gebet konnte ich den Text in Deutsch aus den beiden Vorlagen zusammenbringen.

Nimm dir etwas Zeit.

Nimm dir etwas Zeit und sing,
nimm dir etwas Zeit und bet,
nimm dir täglich Zeit
zu danken deinem Gott!

Sag, bist du nicht dankbar, dass er dich errettet hat?
Er trug deine Sünde am Kreuz auf Golgatha.

Nimm dir etwas Zeit und sing,
nimm dir etwas Zeit und bet,
nimm dir täglich Zeit
zu danken deinem Gott!

Trag die Botschaft froh hinaus,
geh verlor'nen Menschen nach.
Das ist auch ein Weg
zu danken deinem Gott!

Sag, bist du nicht dankbar, dass er dich errettet hat?
Er trug deine Sünde am Kreuz auf Golgatha.

Nimm dir etwas Zeit und sing,
nimm dir etwas Zeit und bet,
nimm dir täglich Zeit
zu danken deinem Gott!

aus dem Schwedischen übertragen von Willy Hefti

Ein Lied, das ich lange Zeit einfach mit mir herumtrug ist das Lied vom lebenden Fisch. Ich denke, es ist auch noch nicht fertig. Den Chorus hatte ich lange bevor auch nur etwas von übrigen Text da war:

Sei ein lebender Fisch,
sei ein lebender Fisch,
lebende Fische schwimmen gegen den Strom!
Sei ein lebender Fisch,
sei ein lebender Fisch,
lebende Fische schwimmen gegen den Strom!

In der Schule und beim Job
da geht's doch oftmals so:
Komm, mach mit und sei kein Spielverderber!
Aber Du weißt ganz genau ein Christ macht da nicht mit.
Sag doch einfach laut und deutlich nein!

Sei ein lebender Fisch...

Wenn ich das tu, ist ja klar,
dann bin ich isoliert
und wo bleiben dann all meine Freunde?
Jesus gibt Dir Freunde, die Dein neues Leben seh'n
und mit Dir den Weg zum Himmel geh'n!

Sei ein lebender Fisch...

(c) 2006 Willy Hefti

Hier eines meiner Lieblingslieder:

Du, Jesus bist das wahre Lebenswasser,
du bist das Brot, das meinen Hunger stillt.
Du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt,
du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt.

Ich lebte frei, tat nur was mir behagte
und merkte kaum, dass mich ´ne Sünde plagte,
doch als ich sah, was Du für mich erlitten,
ging ich den Weg hinauf nach Golgatha.

Wie oft schon weinte ich gar bittre Tränen,
ich konnte Deine Wege nicht verstehen.
Du schienst mir weit entfernt von meinem Kummer,
bis ich Dich sah am Kreuz auf Golgatha.

Was ich zuvor als Frieden hab empfunden,
das heilt nicht mal die allerkleinsten Wunden
Dein Friede füllt mein Sehnen und mein Denken
Ich ruh bei Dir, beim Kreuz auf Golgatha           (c) Willy Hefti, 2004

 

Wenn Jesus uns in der Bibel nahelegt an die Hecken und Zäune zu gehen und die Ausgestoßenen, die Randfiguren unserer Wohlstandsgesellschaft zu ihm einzuladen will ich damit ernst machen und Menschen zu ihm rufen. Auch hier im Internet. Wie viele Menschen gibt es doch, die sich in der Annonymität des Netzes bewegen und völlig verzweifelt nach einem Halt suchen. Dir rufe ich es zu: Gott liebt Dich!

Gerne helfe ich Dir eine Beziehung zum lebendigen Gott zu finden.

 

 

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